Es gab sie doppelt: schlank im Wurzelverzeichnis (für den Betrieb) und vollständig unter deploy/ (für die Entwicklung). Gedacht war das als Arbeitsteilung, geworden ist es Drift. Der produktiven fehlten zwölf Schlüssel – darunter SESSION_MAX_AGE, STORAGE_PATH und die HoneyOS-Leiste –, und sie empfahl für OFFICE_WOPI_URL weiterhin app:8080, also genau den Wert, an dem Collabora den Rahmen verweigert. Jetzt eine Datei im Wurzelverzeichnis für beides, nach Abschnitten geordnet, mit einem eigenen Abschnitt für die vier Werte, die nur den Entwicklungs-Compose betreffen. deploy/.env.example ist weg, die Verweise in README, TESTING und deploy/docker-compose.yml zeigen auf die verbliebene Datei. Gegengeprüft: Jeder Schlüssel, den config.go liest, kommt darin vor (40 Stück, kein Rest). Ein Container mit dieser Datei als env_file liefert die erwarteten Werte, auch den maskierten OFFICE_ALIASGROUP. Dabei selbst in die dokumentierte Falle getappt und wieder heraus: "OFFICE_PROVIDER= # collabora | onlyoffice" macht den Kommentar zum Wert. Der Test aus TESTING.md hat es gefunden. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Aether
Self-hosted cloud storage — schnelle, schlanke Alternative zu Nextcloud.
Stack: Go + chi · React + TS + Vite · PostgreSQL · Docker Compose
Reverse Proxy (Pflicht)
Aether lauscht intern auf reinem HTTP. TLS wird von deinem eigenen Reverse Proxy terminiert. nginx, Traefik, Cloudflare Tunnel – alles funktioniert. Dieses Projekt liefert bewusst keinen Proxy mit: TLS, Zertifikate und Domain gehören in deine Hand, nicht in ein Compose-File, das du ohnehin überschreiben müsstest.
Der Proxy muss folgende Headers setzen:
X-Forwarded-For: <echte Client-IP>
X-Forwarded-Proto: https
Die IP deines Proxys muss in TRUSTED_PROXIES stehen – sonst ignoriert Aether diese Header
(Sicherheitsmaßnahme gegen IP-Spoofing).
Der Proxy muss folgendes durchreichen (keine eigene Verarbeitung):
- Alle HTTP-Methoden inkl.
PROPFIND,MKCOL,MOVE,COPY(für WebDAV) - Große Uploads (Timeout und Body-Size-Limit großzügig setzen)
- WebSocket-Verbindungen (für Office-Co-Editing, Phase 6)
- HSTS-Header setzen (z. B.
Strict-Transport-Security: max-age=31536000; includeSubDomains)
Schnellstart (lokal)
Voraussetzungen
- Docker + Docker Compose
- Go 1.25+ und Node 20+ nur, wenn du aus dem Quelltext bauen willst – zum Betreiben genügt das fertige Abbild (siehe Schritt 3)
Zwei Wege, je nachdem was du vorhast:
| Betreiben | docker-compose.example.yml im Wurzelverzeichnis. Zieht das fertige Abbild, braucht keinen Quelltext. |
| Entwickeln | deploy/docker-compose.yml. Baut aus dem Quelltext. |
Die .env.example im Wurzelverzeichnis gilt für beide – eine Datei, alle
Einstellungen. Sie lag bis zum 02.09.2026 doppelt vor (einmal schlank hier,
einmal vollständig unter deploy/), und die beiden liefen auseinander: Der
produktiven fehlten am Ende zwölf Schlüssel, darunter SESSION_MAX_AGE, und
sie empfahl für OFFICE_WOPI_URL einen Wert, der mit Collabora nicht
funktioniert.
1. Dateien holen
Zum Betreiben genügen zwei Dateien – kein Klonen nötig:
mkdir aether && cd aether
curl -O https://gitea.honeyy.duckdns.org/Docker/Aether/raw/branch/main/docker-compose.example.yml
curl -O https://gitea.honeyy.duckdns.org/Docker/Aether/raw/branch/main/.env.example
mv docker-compose.example.yml docker-compose.yml
Zum Entwickeln stattdessen das Repository:
git clone https://gitea.honeyy.duckdns.org/Docker/Aether.git aether
cd aether
2. .env anlegen
cp .env.example .env # beim Betreiben
cp .env.example deploy/.env # beim Entwickeln (dorthin schaut das Compose)
Ausfüllen musst du mindestens:
PUBLIC_URL=https://cloud.example.com
SESSION_SECRET= # openssl rand -hex 32
DB_PASSWORD=
DATA_PATH=/pfad/zu/aether-data
APP_UID=1000 # id -u
APP_GID=1000 # id -g
TRUSTED_PROXIES=<IP-deines-Proxys>
ADMIN_USERNAME=admin
ADMIN_PASSWORD= # nach dem ersten Start wieder leeren
Alles Weitere – Sitzungsdauer, OIDC, Office, OCR, App-Umschalter – steht mit Erklärung in derselben Datei, nach Abschnitten geordnet. Der letzte Abschnitt gilt nur für den Entwicklungs-Compose; beim Betrieb mit eigenem Office-Container stehen diese Werte in dessen Compose-Datei.
3. Starten
docker login gitea.honeyy.duckdns.org # nur beim ersten Mal
docker compose up -d
Beim ersten Start:
- Postgres-Migrations laufen automatisch
- Der erste Admin-Account wird aus
ADMIN_USERNAME/ADMIN_PASSWORDangelegt - Nach dem Start:
ADMIN_PASSWORDaus.enventfernen oder leer lassen
Aus dem Quelltext bauen statt ziehen:
docker compose -f deploy/docker-compose.yml build app
docker compose -f deploy/docker-compose.yml up -d
Aktualisieren:
docker compose pull app && docker compose up -d app
4. Öffnen
Die App ist über deinen Reverse Proxy erreichbar (z. B. https://cloud.example.com).
Direkt (ohne Proxy): http://localhost:8080/health
Einstellungen
Eine Beispieldatei: .env.example im Wurzelverzeichnis, für Betrieb wie
Entwicklung. Sie ist knapp gehalten – was dahintersteckt, steht hier.
Was schiefgeht, wenn man es falsch setzt
Diese sieben fallen nicht beim Start auf, sondern später und an unerwarteter Stelle. Der Rest hat brauchbare Vorgaben.
DB_HOST=postgres – nicht localhost. Aus dem Container heraus ist
localhost er selbst; die Voreinstellung führt zu migrations failed beim
Start.
DB_PASSWORD darf jedes Zeichen enthalten, auch % @ : / und
Leerzeichen. Es gibt keine Liste erlaubter Zeichen – wer die erst nachschlagen
muss, wählt am Ende ein schwächeres Passwort.
Ein $ ist die Ausnahme, und zwar in jedem Wert. Docker Compose liest
es als Variable und schneidet lautlos ab. Gemessen:
in der .env |
kommt an |
|---|---|
abc$def |
abc |
abc$$def |
abc$def ✓ |
'abc$def' |
abc$def ✓ |
abc\$def |
abc\ |
Ein Backslash hilft also nicht.
$$ sind dabei keine zwei Zeichen, sondern eine Fluchtsequenz: Das erste
schützt das zweite und wird dabei verbraucht. Im Container steht danach ein
$ – das ist das gewünschte Ergebnis, und angemeldet wird sich mit dem
einfachen $. Wem das zu leicht zu verwechseln ist, nimmt die einfachen
Anführungszeichen: Dort steht das Passwort so da, wie es ist.
Das trifft besonders ADMIN_PASSWORD:
Angelegt wird dann ein Konto mit einem Passwort, das niemand kennt, und die
Anmeldung scheitert mit „invalid credentials", obwohl alles richtig eingetippt
ist. Nachsehen, was wirklich angekommen ist:
docker compose exec app printenv ADMIN_PASSWORD
Seit dem 24.08.2026 nennt der Start zusätzlich die Länge des Passworts und warnt, wenn sie auffällig klein ist.
PUBLIC_URL ist die Adresse, unter der der Browser die Cloud sieht,
ohne Schrägstrich am Ende. Ein falscher Wert startet klaglos und fällt erst
auf, wenn ein Freigabe-Link oder ein OIDC-Rücksprung ins Leere zeigt.
TRUSTED_PROXIES entscheidet, wem X-Forwarded-For geglaubt wird. Steht
hier das Falsche, sieht die Anwendung überall die IP des Proxys – Rate-Limit
und Audit-Log werden damit wertlos, ohne dass irgendetwas nach Fehler aussieht.
SESSION_MAX_AGE ist die Frist ab der letzten Benutzung, nicht ab dem
Anmelden. Wer die Cloud regelmäßig öffnet, bleibt angemeldet; wer sie 30 Tage
nicht anfasst, meldet sich neu an. Verlängert wird höchstens einmal pro
Stunde – sonst trüge jede Antwort ein Set-Cookie.
Was das kostet, damit es niemanden überrascht: Ein Cookie, das jemand aus
einem fremden Browser kopiert, verlängert sich beim Benutzen mit. Es gibt
keine Sitzungsliste auf dem Server, die man widerrufen könnte – das ist der
Preis dafür, ohne Sitzungstabelle auszukommen. Alle Sitzungen sofort
beenden heißt: SESSION_SECRET ändern und neu starten. Bei einem gemeinsam
genutzten Rechner ist eine kürzere Frist die bessere Wahl.
ADMIN_PASSWORD legt beim allerersten Start den Admin an. Danach leeren:
Das Konto bleibt, das Passwort stünde sonst dauerhaft in einer Datei.
OIDC_BUTTON_LABEL beschriftet den Knopf auf der Anmeldeseite
(Vorgabe „Sign in with SSO / OIDC"). „Anmelden mit PocketID" sagt dem, der
davorsteht, mehr als eine Abkürzung, die man kennen muss.
Profilbild vom Anbieter
Schickt der Identitätsanbieter im Token ein picture (PocketID tut das, wenn
im Konto ein Bild hinterlegt ist), holt Aether es bei der Anmeldung ab,
schneidet es mittig quadratisch auf 256 px zu und zeigt es oben rechts. Ohne
Bild bleibt es beim farbigen Kreis mit dem Anfangsbuchstaben.
Es gibt dafür keinen Schalter – nichts einzustellen, nichts, was fehlkonfiguriert sein kann:
- Geholt wird nur vom Anbieter selbst. Die Bildadresse kommt aus einem Token,
also von außen; erlaubt ist ausschließlich der Ursprung aus
OIDC_ISSUER, Weiterleitungen eingeschlossen. Sonst wäre es eine Aufforderung an den Server, für einen Fremden beliebige Adressen im internen Netz anzufragen. - Höchstens 4 MB, höchstens fünf Sekunden, höchstens einmal am Tag je Konto – und nur, wenn sich die Adresse geändert hat oder noch kein Bild da ist.
- Scheitert etwas davon, geht die Anmeldung trotzdem durch. Ein nicht erreichbares Bild ist kein Grund, jemanden auszusperren.
Ändert sich das Bild beim Anbieter, steht es hier spätestens am nächsten Tag – oder sofort nach dem nächsten Abmelden und Anmelden.
OIDC_LINK_BY_USERNAME verbindet ein bestehendes Konto mit derselben
Kennung, statt ein zweites anzulegen. Vor der ersten Anmeldung setzen –
danach existiert das zweite Konto (marc2, leer, ohne Adminrecht) schon, und
das Verbinden kommt zu spät. Nur bei einem Anbieter sinnvoll, dessen Konten du
selbst anlegst (PocketID, Authentik); bei freier Registrierung wäre es die
Übernahme fremder Konten. Verbunden wird ohnehin nur, was noch keine Bindung
hat.
APP_BIND entscheidet, wer den Port überhaupt erreicht. Die Vorgabe
127.0.0.1 heißt: nur dieser Rechner. Von einem anderen Gerät kommt dann
kein Zeitüberlauf, sondern sofort ERR_CONNECTION_REFUSED – der Kernel lehnt
ab, bevor irgendetwas die Anwendung erreicht. Das ist Absicht: Davor gehört
dein Reverse Proxy mit TLS. Zum Ausprobieren im eigenen Netz APP_BIND=0.0.0.0
setzen – dann geht die Anmeldung allerdings unverschlüsselt über das Netz.
DATA_PATH ist ein gewöhnliches Verzeichnis auf dem Wirt, kein
Docker-Volume – deshalb kommst du per SFTP, rsync oder im Dateimanager daran.
Nur lesend anfassen: Wer von Hand hineinschreibt, hat eine Datei, die die
Datenbank nicht kennt; die Cloud sieht sie nicht, und der GC räumt sie
irgendwann weg. Zum Hineinlegen ist WebDAV der Weg. Dazu APP_UID/APP_GID
aus id -u und id -g, sonst gehören die Dateien einem Container-Nutzer.
Versionen
Eine Datei kann frühere Fassungen aufheben. Standard ist aus, eingeschaltet wird es je Datei über Rechtsklick → „Keep versions".
Warum nicht für alle: Eine 50-MB-Datei, die täglich per WebDAV synchronisiert wird, läge sonst nach einer Woche sechsmal auf der Platte. Der Schalter macht sichtbar, wo das gewollt ist.
MAX_VERSIONS_KEPT=5 bestimmt, wie viele Vorgänger bleiben – zusammen mit der
aktuellen Fassung also sechs Stände. Was darüber hinausgeht, wird beim
Speichern samt Blob gelöscht. Die Fassungen zählen auf dein Kontingent.
Kleiner als 1 wird verworfen: Die Zahl geht als OFFSET in die Aufräumabfrage,
und OFFSET 0 löschte jede Fassung – aus „keine Grenze" würde „kein Verlauf".
Wer keinen Verlauf will, lässt den Schalter an der Datei aus.
Ausschalten löscht nichts. Der Schalter setzt nur ein Flag: Ab dann entstehen keine neuen Fassungen mehr, die vorhandenen bleiben liegen – mitsamt ihrem Platz im Kontingent. Das ist Absicht, ein Umschalter soll keine Daten vernichten. Es heißt aber auch, dass belegter Platz übrig bleibt, den man nur im Verlaufs-Dialog sieht.
Endgültig weg sind sie erst, wenn die Datei selbst verschwindet, und zwar
richtig: Der Papierkorb genügt nicht – dort liegen Datei und Fassungen weiter.
Beim Leeren des Papierkorbs wird die Zeile gelöscht, ON DELETE CASCADE
nimmt die Fassungen mit, und die Blobs verschwinden sofort von der Platte.
Gemessen an einer Datei mit drei Fassungen:
| Schritt | Fassungen | Blobs |
|---|---|---|
| Versionierung an, dreimal überschrieben | 3 | 4 |
| Versionierung ausgeschaltet | 3 | 4 |
| in den Papierkorb gelegt | 3 | 4 |
| Papierkorb geleert | – | 0 |
Zu beachten: Jedes Strg+S in Office legt eine Fassung an. Beim Testen sprang eine Datei dadurch von v1 auf v3, nicht auf v2.
Volltextsuche (OCR)
Standardmäßig an. Fehlen ocrmypdf/tesseract im Abbild, schaltet sich der
Arbeiter beim Start selbst ab und die Cloud läuft ohne Volltext weiter.
OCR_MAX_PAGES=50 ist eine Bremse, keine Schikane: Erkennung kostet rund eine
Minute je gescannter Seite, und ohne Grenze blockiert ein dickes Handbuch die
Warteschlange für alles andere. OCR_LANGUAGES kennt deu und eng; weitere
brauchen ein zusätzliches apk-Paket im Dockerfile.
Office
Die drei Adressen und ihre Fallstricke stehen weiter unten bei Office – dort, wo auch die Container-Schnipsel liegen.
WebDAV
Läuft unter /dav/, kein Schalter nötig. Dein Reverse Proxy muss
PROPFIND, MKCOL, MOVE und COPY durchreichen – viele Vorlagen erlauben
nur GET/POST, und dann scheitert das Einbinden mit einem 405.
Abbild bauen und veröffentlichen
# im Wurzelverzeichnis des Projekts, nicht in deploy/
IMG=gitea.honeyy.duckdns.org/docker/aether
docker build -f deploy/Dockerfile -t $IMG:$(date +%Y.%m.%d) -t $IMG:latest .
docker push $IMG:$(date +%Y.%m.%d)
docker push $IMG:latest
Zwei Tags, mit Absicht. latest ist der bewegliche Name zum Aufbauen, der
datierte der feste zum Zurückrollen. Wer nur latest fährt, hat im Fehlerfall
nichts, worauf er zurück kann – der Name zeigt dann schon auf die Fassung, die
gerade Ärger macht.
Das Abbild wiegt rund 540 MB. Den Löwenanteil machen ocrmypdf,
tesseract samt Sprachmodellen und poppler-utils aus – ohne sie wären es
etwa 210 MB, aber auch keine Volltextsuche in Scans. Wer das nicht braucht,
streicht die zweite apk-Zeile im Dockerfile und setzt OCR_ENABLED=false;
der Server prüft beim Start selbst, ob die Programme da sind, und läuft sonst
ohne Volltextsuche weiter.
Gebaut wird für die Architektur des Wirts. Für ein anderes Ziel (etwa ein
ARM-Gerät) braucht es docker buildx build --platform linux/arm64.
Lokale Entwicklung
Backend (immer via Docker)
Das Backend wird ausschließlich über Docker Compose gestartet – nie mit go run.
Postgres-Migrations und DB-Verbindung sind auf die Compose-Umgebung ausgelegt.
cd deploy
docker compose up -d --build # Backend + Postgres starten
docker compose logs -f app # Logs verfolgen
docker compose down # stoppen
Code-Änderungen am Backend: docker compose up -d --build neu ausführen (Image neu bauen).
Compile-Check ohne lokales Go-Toolchain (der Host hat kein Go installiert):
docker run --rm -v "$PWD/../backend":/src -w /src golang:1.25-alpine go build ./...
Frontend
cd frontend
npm install
npm run dev # http://localhost:5173 (Vite dev server, spricht Backend auf :8080 an)
npm run build # Production-Build (wird vom Backend-Image mitgebaut)
Tests
# Backend (im Go-Image, da Host kein Go hat)
docker run --rm -v "$PWD/backend":/src -w /src golang:1.25-alpine go test ./...
# Frontend
cd frontend && npm test
Struktur
aether/
├── backend/
│ ├── cmd/aether/ # Einstiegspunkt
│ ├── internal/ # Domänen-Pakete (auth, storage, files, …)
│ ├── db/migrations/ # SQL-Migrations
│ └── pkg/ # Shared utils (config, middleware, response)
├── frontend/
│ └── src/
│ ├── api/ # Typed API-Client
│ ├── components/
│ ├── hooks/
│ └── pages/
├── deploy/
│ ├── docker-compose.yml # app + postgres (kein Proxy-Container)
│ ├── Dockerfile
│ └── .env.example
└── CLAUDE.md # Projektkonventionen
Wo die Dateien liegen
Nicht in einem Docker-Volume, sondern in einem gewöhnlichen Verzeichnis auf dem
Wirt – DATA_PATH in der .env. Der Aufbau darin ist derselbe wie in der
Oberfläche:
<DATA_PATH>/
├── users/<benutzername>/home/… ← die eigenen Dateien, echte Namen
│ /.trash/… ← Papierkorb
│ /.versions/… ← frühere Fassungen
├── groups/<gruppen-id>/home/… ← Gruppenordner
├── thumbs/ ← Vorschaubilder
├── branding/ ← Logo und App-Symbol
└── tmp/ ← Zwischendateien, wird selbst geräumt
Warum das so ist: Ein Archiv ist nur dann eines, wenn man ohne die
Anwendung an seine Unterlagen kommt. Hier reicht dafür scp -r oder ein Blick
in den Dateimanager – keine Datenbank, kein Export, kein laufender Container
nötig. Bei einem benannten Volume läge alles unter
/var/lib/docker/volumes/… und gehörte root.
Damit die Dateien dir gehören und nicht einem Container-Nutzer, läuft der
Container unter deiner Kennung (APP_UID/APP_GID, siehe .env). Damit
funktioniert SFTP direkt:
sftp dein-nutzer@dein-server
get -r /pfad/zu/aether-data/users/deinname/home
Nur lesen. Wer von Hand eine Datei hineinlegt, hat sie auf der Platte, aber nicht in der Datenbank: Die Cloud sieht sie nicht, und die Speicherbereinigung räumt sie irgendwann weg. Zum Hineinlegen ist WebDAV der Weg (siehe unten).
Von einem benannten Volume umsteigen
Ältere Installationen hatten ein Volume deploy_data. Umzug mit Prüfung:
cd deploy
docker compose stop app
mkdir -p /pfad/zu/aether-data
docker run --rm -v deploy_data:/src:ro -v /pfad/zu/aether-data:/dst alpine:3.20 \
sh -c 'cp -a /src/. /dst/ && chown -R $(id -u):$(id -g) /dst'
# Prüfen, bevor umgeschaltet wird: beide Summen müssen gleich sein
docker run --rm -v deploy_data:/src:ro alpine:3.20 \
sh -c 'cd /src && find . -type f -exec sha256sum {} \; | LC_ALL=C sort | sha256sum'
(cd /pfad/zu/aether-data && find . -type f -exec sha256sum {} \; | LC_ALL=C sort | sha256sum)
# erst dann DATA_PATH in die .env eintragen und starten
docker compose up -d app
Das alte Volume nicht sofort löschen. Es ist der Rückfall, solange nicht
alles geprüft ist; docker volume rm deploy_data kann warten, bis du sicher
bist.
WebDAV
Adresse: https://<deine-domain>/dav/
Angemeldet wird sich mit dem Benutzernamen und einem App-Passwort
(Profil → App passwords). Das Kontopasswort wird an /dav/ abgelehnt – es
ist zugleich der Admin-Zugang und hat auf Geräten nichts verloren. Ein
App-Passwort gilt nur für WebDAV, nie fürs Web-Login, und lässt sich einzeln
widerrufen, ohne die anderen Geräte auszusperren.
Der Aufbau entspricht dem der Weboberfläche: eigene Ordner und Gruppenordner
liegen nebeneinander in der Wurzel, Freigaben von Personen unter
/dav/Shared/<Person>/<Freigabe>/. Trägt ein Gruppenordner denselben Namen wie
ein eigener, behält der eigene ihn und der Gruppenordner bekommt den
Gruppennamen angehängt (Projekt (Buero)).
Nach zehn Fehlanmeldungen in 15 Minuten sperrt die IP für den Rest des Fensters
(429). Normale Anfragen zählen nicht mit – Sync-Clients senden legitim
hunderte pro Minute.
Office (Collabora / OnlyOffice / Euro-Office)
Aether ist WOPI-Host. Das ist die Schnittstelle, über die Office-Server
sich eine Datei holen und wieder zurückschreiben – alle drei sprechen
dieselbe. Deshalb gibt es einen Adapter und einen Schalter in der .env,
statt derselben Sache dreimal.
Im Compose-Beispiel ist deshalb kein Office-Server enthalten: Jeder bringt
eigene Variablen mit, und man will genau einen. Such dir unten den passenden
Schnipsel und häng ihn an dein docker-compose.yml.
Was dazukommt
OFFICE_PROVIDER |
collabora, onlyoffice oder leer (aus) – Euro-Office zählt als onlyoffice |
OFFICE_URL |
wo das Backend den Office-Server erreicht |
OFFICE_PUBLIC_URL |
wo der Browser ihn erreicht (leer = wie oben) |
OFFICE_WOPI_URL |
wo der Office-Server Aether erreicht (leer = PUBLIC_URL) |
OFFICE_ALLOWED_HOSTS |
Ziele, die das Backend anfragen darf – gegen SSRF |
Drei Adressen für drei Richtungen – die häufigste Fehlerquelle beim
Aufbau. Im Compose-Netz heißt der Server office, der Browser braucht dort
einen Namen, den er auflösen kann (deine Domain oder LAN-IP), und der
Office-Server erreicht Aether unter app:8080: „localhost" ist aus seinem
Container heraus er selbst.
Der Port unterscheidet sich je nach Anbieter: Collabora lauscht auf 9980, OnlyOffice und Euro-Office auf 80.
Die Schnipsel unten starten sofort mit docker compose up -d. Zum Abschalten
docker compose stop office. Wer den Container lieber ganz aus der normalen
Startfolge nimmt, hängt profiles: ["office"] an den Dienst – dann braucht es
--profile office oder COMPOSE_PROFILES=office in der .env. Vorsicht:
Oberflächen wie Portainer, Dockge oder Komodo kennen --profile nicht; dort
entsteht der Container dann nie, ohne jede Fehlermeldung.
Schnipsel 1: Collabora
office:
container_name: aether-office
image: collabora/code:latest
restart: unless-stopped
environment:
# Wer seine Dateien hier öffnen darf – **die Adresse, unter der dein
# Browser die Cloud sieht**, nicht der interne Dienstname. Collabora
# liest den Wert als regulären Ausdruck, Punkte müssen also maskiert
# werden, und der Port gehört dazu (443 bei HTTPS).
#
# Steht hier der falsche Wert, meldet das Log beim Öffnen:
# No authorized hosts found matching the target host […] in config
aliasgroup1: https://cloud\.example\.com:443
# ssl.enable – spricht Collabora selbst HTTPS?
# ssl.termination – endet HTTPS davor, an deinem Reverse Proxy?
# Steht termination auf true ohne HTTPS davor, verlangt Collabora eine
# wss://-Verbindung, die es nicht gibt: Der Editor lädt, das Dokument
# bleibt weiß. mount_jail_tree=false spart CAP_SYS_ADMIN.
extra_params: >-
--o:ssl.enable=false
--o:ssl.termination=true
--o:mount_jail_tree=false
dictionaries: de_DE en_US
cap_add: [MKNOD]
networks: [internal]
ports:
- "${APP_BIND:-127.0.0.1}:9980:9980"
OFFICE_PROVIDER=collabora
OFFICE_URL=http://office:9980
OFFICE_PUBLIC_URL=https://office.example.com
# **Öffentliche Adresse, nicht app:8080** – Begründung direkt darunter.
OFFICE_WOPI_URL=https://cloud.example.com
OFFICE_ALLOWED_HOSTS=office
Warum bei Collabora die öffentliche Adresse und nicht
app:8080?Weil Collabora aus dieser Adresse seine eigene Sicherheitsrichtlinie baut. Gemessen: Es setzt
frame-ancestorsauf seinen Host *plus den Host ausWOPISrc– undWOPISrcist genauOFFICE_WOPI_URL. Steht dort der interne Dienstname, erlaubt der Editor die Einbettung nur einer Seite, die unterapp:8080läuft. Dein Browser kommt aber voncloud.example.com, und er lehnt ab:Framing 'https://office.example.com/' violates 'frame-ancestors office.example.com:* app:8080'Die Folge davon muss man wollen: Collabora holt die Datei dann über deinen Reverse Proxy, nicht quer durchs Docker-Netz. Der Container braucht dafür Namensauflösung nach draußen und einen Weg zurück – bei einem Proxy auf einem anderen Rechner ist das der normale Weg über das Internet.
aliasgroup1oben muss denselben Host nennen. Zwei Schalter, eine Wahrheit: Der eine entscheidet, ob der Browser den Rahmen zeigen darf, der andere, ob Collabora die Anfrage überhaupt annimmt.
Schnipsel 2: OnlyOffice Docs
office:
container_name: aether-office
image: onlyoffice/documentserver:latest
restart: unless-stopped
environment:
WOPI_ENABLED: "true" # ohne das gibt es kein /hosting/discovery
JWT_ENABLED: "true"
JWT_SECRET: ${OFFICE_JWT_SECRET}
networks: [internal]
ports:
- "${APP_BIND:-127.0.0.1}:9980:80" # OnlyOffice lauscht auf 80, nicht 9980
OFFICE_PROVIDER=onlyoffice
OFFICE_URL=http://office
OFFICE_PUBLIC_URL=https://office.example.com
OFFICE_WOPI_URL=http://app:8080
OFFICE_ALLOWED_HOSTS=office
OFFICE_JWT_SECRET= # mindestens 32 Zeichen
Schnipsel 3: Euro-Office
Seit dem 9. Juni 2026 zu haben und in Nextcloud Hub 26 die Alternative zu
Collabora. Es ist ein OnlyOffice-Fork, und man sieht es an den Variablen: Sie
heißen gleich. Für uns ist es deshalb derselbe Anbieter –
OFFICE_PROVIDER=onlyoffice, nur ein anderes Abbild.
office:
container_name: aether-office
image: ghcr.io/euro-office/documentserver:latest
restart: unless-stopped
environment:
WOPI_ENABLED: "true"
JWT_ENABLED: "true"
JWT_SECRET: ${OFFICE_JWT_SECRET}
EXAMPLE_ENABLED: "false" # die Beispiel-App gehört nicht ins Netz
ALLOW_PRIVATE_IP_ADDRESS: "true" # es muss app:8080 erreichen
networks: [internal]
ports:
- "${APP_BIND:-127.0.0.1}:9980:80"
Die .env ist dieselbe wie bei OnlyOffice. Rechne mit 5 GB allein für das
Abbild.
Teilweise geprüft. Collabora ist hier gemessen worden, den Kreis von Tippen bis Speichern eingeschlossen. OnlyOffice lief inzwischen auf dieser Anlage – gemessen sind sein Start, die Umwandlung nach PDF und die JWT-Signatur (ohne Signatur antwortet es mit
{"error":-8}); im Leerlauf braucht es 396 MB, nach jedem Start belegt es für einige Minuten einen Kern, weil es seine eigenen Web-Dateien packt. Nicht gemessen ist dort der WOPI-Kreis vom Tippen bis zum Speichern. Euro-Office steht nach der Dokumentation und dem gemeinsamen Weg, ist hier nie gelaufen.Wenn der Editor dort leer bleibt, sind das die zwei Stellen, an denen es nach Aktenlage hakt:
- Der IP-Filter. OnlyOffice nimmt WOPI-Anfragen nur von einem „vertrauenswürdigen Integrator" an; dessen Adresse muss in seiner Positivliste stehen. Bei Collabora heißt dasselbe
aliasgroup1.- Der Proof-Key. OnlyOffice signiert seine WOPI-Anfragen und legt den öffentlichen Schlüssel als
proof-keyin die Discovery. Wir prüfen die Signatur nicht – erlaubt, aber falls es dort eine Pflicht gibt, wäre das der Ort.
JWT_SECRETbetrifft die eigene API des Dokumentenservers, nicht den WOPI-Weg – unser Adapter signiert damit nichts. Nachgemessen:POST /ConvertService.ashxohne Signatur antwortet{"error":-8}, mit Signatur (HS256, entweder als Feldtokenim Rumpf oder alsAuthorization: Bearerüber{"payload": …}) kommt das Ergebnis. Der Schlüssel gehört also gesetzt – sonst läuft die API offen.
Am Telefon: bei OnlyOffice ansehen statt bearbeiten
Tippt man mit dem Finger auf ein Office-Dokument, hängt es vom Anbieter ab, was aufgeht:
| Anbieter | am Telefon |
|---|---|
| Collabora | der Editor – seine eigene Handy-Ansicht taugt |
| OnlyOffice / Euro-Office | das Dokument als PDF; „Edit" führt trotzdem hinein |
Mit Maus ändert sich nichts: Dort geht immer der Editor auf, auch in einem schmalen Fenster. Ein schmales Fenster auf dem Schreibtisch ist immer noch eine Tastatur.
Der Unterschied ist keine Geschmacksfrage. OnlyOffice baut auf dem Telefon dieselbe Oberfläche auf wie am PC – zwischen Menüband, Formatleisten und Eigenschaftenbereich bleibt auf 400 Pixeln vom Dokument ein Rechteck übrig. Collabora hat für kleine Schirme eine eigene Ansicht und braucht den Umweg nicht.
Der Endpunkt selbst gilt für beide: GET /api/v1/files/{id}/preview.pdf
wandelt bei Collabora über /cool/convert-to/pdf (gemessen 0,35 s) und bei
OnlyOffice über /ConvertService.ashx (1,05 s). Nur wann er benutzt wird,
entscheidet der Anbieter.
Gewandelt wird von demselben Server, der auch bearbeitet: Wer OnlyOffice wegen der Treue zu MS-Office-Formaten nimmt, soll unterwegs nicht ein LibreOffice-Layout desselben Dokuments sehen.
| Ablage | previews/<datei-id>.pdf – eine Datei je Dokument, wird überschrieben |
| Gültigkeit | files.preview_version; neue Fassung ⇒ neu gewandelt |
| Kontingent | zählt nicht mit – abgeleitet, niemand hat es hochgeladen |
| Aufräumen | endgültiges Löschen nimmt es mit; der GC kennt den Ordner |
| Grenze | über 100 MB wird nicht gewandelt (413), die Oberfläche bietet den Editor an |
| Nur OnlyOffice | braucht OFFICE_JWT_SECRET – ohne Signatur {"error":-8} |
Wie viel Platz das belegt, steht im Admin-Bereich unter Audit neben der Bereinigung, zusammen mit Vorschau- und Profilbildern.
Welche Dateien, und wie gut
Bearbeitet wird nur, was auf der Positivliste steht:
odt docx doc rtf txt · ods xlsx xls csv · odp pptx ppt · odg.
PDF steht bewusst nicht darauf – es hat seinen eigenen Betrachter, und ein
Office-Server würde beim Speichern ein anderes Dokument daraus machen.
Collabora Online ist LibreOffice, mit derselben Datei-Unterstützung. Für die Microsoft-Formate heißt das:
docx, xlsx, pptx |
öffnen und speichern zuverlässig, Format bleibt erhalten |
Alte doc, xls, ppt |
gehen, sind aber Rückwärtskompatibilität – kein Ziel der Entwicklung |
| Komplexes Layout | Seitenumbrüche und Schriftabstände können um Kleinigkeiten abweichen |
| Sehr große Tabellen, Pivot, seltene Formeln | die häufigste Stelle für echte Abweichungen |
| Makros (VBA) | laufen nicht – und das ist Absicht, nicht Mangel |
Fehlende Schriften sind der häufigste Grund für „sieht anders aus": Der Container bringt Calibri und Cambria nicht mit. Wer Dokumente von außen bearbeitet, legt die Schriften nach.
Für ein Belegarchiv ist das unkritisch – da wird gelesen und selten geändert. Für den täglichen Umgang mit fremden Word-Dateien gilt: Rundlauf prüfen, nicht darauf vertrauen.
Wie das zusammenspielt
Der Office-Server ist kein Client deines Browsers allein – er holt die Datei selbst beim Backend ab:
Browser ──────────► Office-Server (Bedienoberfläche im <iframe>)
Office-Server ────► Aether /wopi/... (Datei holen, Datei zurückschreiben)
Beide Pfeile müssen funktionieren. Das ist der Punkt, an dem solche
Installationen scheitern: Der Office-Server muss Aether unter seiner
öffentlichen Adresse erreichen (PUBLIC_URL), nicht nur unter
localhost. Ein Zugriffstoken mit kurzer Laufzeit hängt an jedem Aufruf; ohne
gültiges Token liefert der WOPI-Endpunkt nichts.
Was beim Aufbau schiefgeht
Alles hier ist beim Testen tatsächlich passiert, in dieser Reihenfolge:
| Symptom | Ursache |
|---|---|
| Der Container entsteht gar nicht, ohne Fehlermeldung | Ein profiles: am Dienst. Startet nur mit --profile office, und Oberflächen wie Portainer kennen den Schalter nicht. Die Schnipsel oben haben deshalb keins. |
| Container läuft, aber kein „Edit in Office…" im Menü | OFFICE_PROVIDER ist leer – oder OFFICE_URL nennt den falschen Port (Collabora 9980, OnlyOffice/Euro-Office 80). Ohne Antwort auf /hosting/discovery bleibt der Punkt weg. |
| Rahmen bleibt leer, Konsole: „Framing … violates default-src 'self'" | Unsere eigene Sicherheitsrichtlinie. frame-src fällt auf default-src zurück; der Office-Ursprung muss ausdrücklich erlaubt sein. Passiert automatisch, sobald OFFICE_PROVIDER gesetzt ist. |
| Editor lädt, Dokument bleibt weiß | ssl.termination=true ohne HTTPS davor. Collabora sagt dem Browser dann wss://, das es nicht gibt. Im HTTP-Test OFFICE_SSL_TERMINATION=false. |
| Log: „CheckFileInfo returned 0 … ECONNREFUSED" | OFFICE_WOPI_URL zeigt auf 127.0.0.1:8090. Der Port ist auf loopback gebunden – aus einem Container nicht erreichbar. Im Compose den Dienstnamen nehmen. |
| Konsole: „Framing … violates 'frame-ancestors … app:8080'" | OFFICE_WOPI_URL steht auf dem internen Dienstnamen. Collabora baut daraus seine Richtlinie und erlaubt dann nur eine Einbettung von dort. Die öffentliche Adresse der Cloud eintragen. |
| Log: „No authorized hosts found matching the target host …" | aliasgroup1 kennt diesen Host nicht. Öffentliche Adresse eintragen, Punkte maskieren, Port anhängen – und den Office-Container neu erzeugen, nicht nur die App. Prüfen mit docker compose logs office | grep "trusted WOPI host". |
| Log: „WOPISrc must be URI-encoded" | Behoben; die Adresse wird vollständig kodiert. |
| Log: „Failed to exec coolmount … needs CAP_SYS_ADMIN" | Gelöst über --o:mount_jail_tree=false im Compose. |
Fehlende Symbole (404 auf .svg) |
Lücken im Collabora-Image selbst. Kosmetisch. |
Sicherheit
- SSRF: Das Backend ruft den Office-Server auf. Ausgehende Ziele werden auf
OFFICE_ALLOWED_HOSTSbeschränkt – sonst wird aus einer Adresse in der Konfiguration ein Weg ins interne Netz. - Tokens sind dateibezogen und kurzlebig. Ein Token für Datei A öffnet Datei B nicht, auch nicht mit derselben Sitzung.
- Schreiben folgt derselben Regel wie ein Upload: atomar schreiben, SHA-256 neu berechnen, Version anlegen, wenn Versionierung an ist. Ein Office-Server ist kein Sonderweg an der Datenintegrität vorbei.
Speicherbedarf – vor der Entscheidung lesen
Der Office-Server ist der mit Abstand hungrigste Teil dieser Anlage:
| Bedarf | Bemerkung | |
|---|---|---|
| Collabora (CODE) | 51 MB im Leerlauf (gemessen), +100–200 MB je offenem Dokument | LibreOffice-Kern, startet pro Dokument einen Prozess |
| OnlyOffice Docs | 396 MB im Leerlauf (gemessen), 2 GB Minimum unter Last, 4 GB empfohlen | bringt eigenes Postgres, RabbitMQ und Node mit |
Die Leerlaufwerte sind auf dieser Anlage nachgemessen und liegen deutlich unter dem, was beide Projekte als Mindestbedarf nennen – gemeint ist dort der Betrieb mit offenen Dokumenten. Zum Abbild auf der Platte: Collabora 1,9 GB, OnlyOffice 4,9 GB. Und OnlyOffice zieht nach jedem Start für einige Minuten einen ganzen Kern, weil es seine eigenen Web-Dateien packt. | Euro-Office | wie OnlyOffice, Abbild rund 5 GB | derselbe Unterbau |
Dazu kommt, was schon läuft: Postgres, Aether und – nicht unterschätzen – die Texterkennung. ocrmypdf und ghostscript nehmen sich bei einem großen Scan kurzzeitig mehrere hundert Megabyte.
Welchen nehmen?
- Collabora, wenn der Speicher knapp ist oder Herkunft und ODF zählen. LibreOffice-Kern, europäisch, deutlich genügsamer.
- OnlyOffice, wenn
.docx/.xlsxzwischen Desktop-Office und Web hin und her wandern. Beste Treue bei OOXML, weil es nativ damit arbeitet. - Euro-Office, wenn du OnlyOffices Treue willst, aber nicht seine Herkunft. Seit Juni 2026 zu haben, von Nextcloud als Standard eingesetzt, derselbe WOPI-Weg. Der Haken ist derselbe wie bei OnlyOffice: Hunger nach Arbeitsspeicher, und das Abbild wiegt rund 5 GB.
Auf deinen 6 GB ist die Rechnung schnell gemacht. Postgres, Aether und die
Texterkennung liegen schon darauf; für OnlyOffice oder Euro-Office bliebe zu
wenig. Collabora ist dort die einzige, die trägt – und ein Wechsel später
kostet einen Container und eine Zeile .env, nicht mehr.
Phasen-Roadmap
| Phase | Inhalt | Status |
|---|---|---|
| 0 | Fundament (Monorepo, Docker, Migrations, Backend-Skeleton) | ✅ |
| 1 | Auth (Argon2id, Sessions), Storage (atomar + SHA-256), Datei-CRUD, Frontend | ✅ |
| 2 | Uploads mit Fortschritt, Papierkorb, Versionen, Share-Links, Thumbnails | ✅ |
| 2.5 | Sidebar-Favoriten, Ordner verschieben/hochladen, „Verschieben nach…" | ✅ |
| 3 | Admin-Panel, Gruppen(-mitgliedschaft), Theming, User-Profil | ✅ |
| 4 | WebDAV (/dav/), OIDC (optional) |
✅ (im Test) |
| 4.5 | Härtung (Quota, Audit-Log, App-Passwörter), interne Shares, Gruppenordner, Logo/App-Symbol | ✅ (im Test) |
| 5 | UI (Suche, Vorschau, Sortierung, Vor/Zurück) – Design-Rest offen | 🔄 |
| 6 | Dokumente: OCR + Volltextsuche ✅, Etiketten ✅, Absender ✅, PDF-Betrachter ✅ – Inbox vertagt | 🔄 |
| 7 | Office (WOPI-Host, Collabora / OnlyOffice) – Anleitung | ✅ (im Test) |
| 8 | Härtung, 2FA, Observability, Extension-Points | 🔲 |
Manuelle Test-Checkliste für die fertigen Phasen: siehe
TESTING.md.