Die 3/4-Ansicht ist unter 64 px unbrauchbar und deshalb genau hier richtig: Auf dem Anmeldebildschirm ist Platz, und man wartet ohnehin auf den Anbieter. Sie schwebt sechs Sekunden lang zwei Pixel weit — eher ein Atmen als eine Bewegung, und bei prefers-reduced-motion steht sie still. Gerechnet wird sie in tools/biene.py aus demselben Raster wie die anderen Fassungen.
HoneyOS
Ein Retro-Schreibtisch vor den eigenen Apps. Amber-CRT, Boot-Log, zwei Betriebsarten, Anmeldung über den eigenen OIDC-Anbieter — und dieselbe HoneyBar zum Einhängen in die Apps.
Was es ist: eine Oberfläche davor. Jede App bleibt ihre eigene PWA auf ihrer eigenen Domain mit ihrer eigenen Anmeldung. HoneyOS ist der Startpunkt, der Umschalter und die gemeinsame HoneyBar — kein Rahmen, der die Apps einsperrt (kein iframe).
Wo der Zustand liegt: im Server. Die App-Liste gilt für alle, die Einstellungen gehören je Nutzer — deshalb sieht dein HoneyOS auf jedem Gerät gleich aus, an dem du angemeldet bist. Der Browser hält dieselben Einstellungen nur als Vorschuss, damit die Röhre beim Laden nicht in der falschen Farbe aufflackert.
Betrieb
mkdir -p /srv/honeyos && chown 1000:1000 /srv/honeyos
cp .env.example .env # PUBLIC_URL, SESSION_SECRET, OIDC-Zugang
docker login gitea.honeyy.duckdns.org
docker compose pull && docker compose up -d
Zu sichern ist genau eine Datei: ${HONEYOS_DATA_DIR}/honeyos.json. Darin stehen die Apps
und die Einstellungen je Nutzer. Sichere sie zusammen mit der .env — ohne
HONEYOS_SESSION_SECRET müssen sich alle neu anmelden, mehr passiert aber nicht.
/healthz antwortet mit ok. Hinter deinem Reverse Proxy braucht es nichts Besonderes,
außer dass X-Forwarded-Proto: https durchkommt — sonst setzt HoneyOS das Sitzungscookie
ohne Secure.
Anmeldung — zwei Wege, einer davon reicht
A · Ein Proxy davor macht die Tür (Pangolin, Authelia, …). Dann in der .env:
HONEYOS_PROXY_AUTH=true
# HONEYOS_USER_HEADER=Remote-User # optional, trennt die Einstellungen je Nutzer
HoneyOS fragt dann nicht noch einmal — kein zweiter Anmeldeschirm. Der Container darf in diesem Betrieb nur über den Proxy erreichbar sein, denn er prüft selbst nichts mehr.
B · HoneyOS meldet selbst an, mit eigenem Anmeldeschirm über deinen
OIDC-Anbieter. In PocketID einen Client anlegen und als Rückrufadresse exakt
<PUBLIC_URL>/api/auth/callback eintragen. HoneyOS schickt PKCE mit, braucht
aber trotzdem ein Client-Geheimnis — also keinen „public client".
HONEYOS_SESSION_SECRET=… # openssl rand -hex 32
HONEYOS_OIDC_ISSUER=https://id.example.com
HONEYOS_OIDC_CLIENT_ID=honeyos
HONEYOS_OIDC_CLIENT_SECRET=…
HONEYOS_BUTTON_LABEL=Anmelden mit PocketID
Wer nicht angemeldet ist, sieht nur den Anmeldeschirm — keine App-Liste, keine Namen. Die Sitzung ist ein signiertes Cookie ohne Gegenstück im Server: ein Neustart wirft niemanden hinaus. Sie hält 30 Tage.
Weder A noch B heißt: offen für jeden. Sagt beim Start deutlich, dass das nur zum Entwickeln taugt.
Wenn HoneyOS auf einer anderen Site liegt als die Apps
Der Browser behandelt honeyos.duckdns.org und cloud.honeyy.duckdns.org als
fremde Sites — duckdns.org steht auf der Public-Suffix-Liste, die
gemeinsame Endung zählt also nicht. Folge: Bei der Anfrage aus einer App heraus
schickt der Browser die HoneyOS-Sitzung nicht mit.
Damit die HoneyBar trotzdem eine App-Liste bekommt:
HONEYOS_APPS_KEY=… # openssl rand -hex 16
und derselbe Wert im Skript-Tag der App:
<script defer src="https://honeyos.duckdns.org/honeybar/honeybar.js"
data-app="aether" data-key="…"></script>
Der Schlüssel steht damit in der App, die ohnehin nur Berechtigte sehen. Ohne
ihn antwortet /api/apps mit 401 — auch im Proxy-Betrieb, gerade weil dieser
Pfad im Proxy von der Anmeldung befreit sein muss.
Zweite Schranke, unabhängig davon: HoneyOS gibt die Liste nur an Ursprünge heraus, die selbst als App eingetragen sind. Eine fremde Seite scheitert also an CORS, selbst mit richtigem Schlüssel.
Erst die Sitzung, dann der Schlüssel. Bringt die Anfrage ein gültiges HoneyOS-Cookie mit, antwortet der Server mit den Einstellungen dieses Nutzers; der Schlüssel wird dann gar nicht erst angesehen. Er ist die Krücke für den Fall, dass das Cookie nicht ankommen kann — und darf eine echte Anmeldung nicht überstimmen, denn er kennt keinen Nutzer und landet beim Standardnutzer.
Ob das Cookie ankommt, entscheidet die Site, nicht die Adresse: Weil
duckdns.org auf der Public-Suffix-Liste steht, sind honeyos.duckdns.org und
cloud.honeyos.duckdns.org dieselbe Site (Cookie fließt),
honeyy.duckdns.org dagegen eine fremde (Cookie fließt nicht).
| Cookie | Folge | |
|---|---|---|
| App unter derselben Site | kommt an | eigene Röhre, eigenes Wetter, data-key überflüssig |
| App auf fremder Site | bleibt weg | Schlüssel nötig, HoneyBar trägt die Farben des Standardnutzers |
Zweiteres gilt auch für den Anmeldestand auf den Kacheln des Schreibtischs: Der fragt über die Domaingrenze und bleibt dort leer.
Apps anlegen
In der Oberfläche, nicht in der .env: Einstellungen → Programme oder die Kachel
„+ app hinzufügen". Pro App:
| Feld | wofür |
|---|---|
| ID | klein, ohne Leerzeichen — muss zu data-app der HoneyBar passen |
| Name, Untertitel | Beschriftung auf Kachel und Symbol |
| Adresse | wohin der Start springt |
| Symbol | cloud · note · box · chip · folder · gear · globe · disk |
Die Reihenfolge machst du mit den Pfeilen ▲▼ in der Kopfzeile jeder Zeile — sie gilt überall gleich: Streifen, Schublade, Kacheln, Schreibtischsymbole, Startmenü. Neue Apps hängen sich hinten an.
Gespeichert wird die Liste als Ganzes; der Server prüft sie noch einmal und antwortet mit
dem, was er wirklich behalten hat. Eine Adresse ohne https:// kommt als Fehlermeldung
zurück, nicht als kaputter Eintrag.
Die Schublade
Der Pfeil rechts in beiden Leisten klappt alle Apps als Raster auf: Symbol, Name, Untertitel. Drei Spalten, am Handy dieselben drei.
Warum nicht nur Symbole? Weil acht geteilte Pixelglyphen nicht identifizieren — zwei Apps können dieselbe Wolke tragen, und bei Homelab-Diensten ist das der Normalfall. Dazu der Unterschied der beiden Orte: Den Streifen oben sieht man im Vorbeigehen, da reicht ein Blick und die Symbole sind abschaltbar. Die Schublade macht man auf, weil man sucht — Suchen heißt Lesen.
Der Untertitel aus der App-Liste steht damit endlich dort, wo er nützt: Er beantwortet die Frage, die ein generisches Symbol offenlässt. Ist er leer, fällt die Zeile weg.
Ein Satz Symbole für alles
Die Pixelraster stehen an genau einer Stelle: web/glyphs.json, 12×12
Zeichen je Symbol, ein # ist ein Pixel. Der Schreibtisch holt die Datei
selbst; die HoneyBar in fremden Apps bekommt die Raster mit der App-Liste
mitgeliefert — sie soll eine einzelne Datei ohne zweite Anfrage bleiben, und
/api/apps fragt sie ohnehin. Wer dort ein Symbol ergänzt, kann es sofort im
Programm-Editor auswählen; abgetippt wird nichts mehr.
Dass das nötig war, hatte einen Anlass: Die Wettersymbole standen einmal in
os.js und in honeybar.js. Sie liefen auseinander, und niemand merkte es,
bis das Wetter in der einen Leiste anders aussah als in der anderen.
Wo die Symbole stehen:
| Symbol | |
|---|---|
| App-Streifen in beiden Leisten | nach Schalter Einstellungen → HoneyBar |
| Aufklappmenü beider Leisten | immer |
| Kacheln, Schreibtischsymbole, Startmenü | immer |
Der Schalter gilt für beide Leisten zugleich — es ist dieselbe Leiste, nur an zwei Orten. Er liegt wie alles andere im Server, wirkt also auf jedem Gerät und in jeder App, ohne dass eine App neu gebaut wird.
Zwei Betriebsarten, ein Datenstand
| Terminal-Modus | Desktop-Modus | |
|---|---|---|
| Apps | Kacheln nebeneinander | Symbole auf der Fläche, Doppelklick öffnet |
| Fenster | Dialog in der Mitte | verschiebbar, minimierbar |
| unten | Statuszeile mit Tastenhinweisen | Taskleiste mit Startmenü |
Umschalten mit M, über Einstellungen → Betriebsart oder im Startmenü. Gleich bleiben
in beiden: Menüleiste, Palette, Einstellungen, App-Liste.
Tasten: M Betriebsart · S Einstellungen · ? Hilfe ·
Esc schließt Startmenü, oberstes Fenster oder Dialog — in dieser Reihenfolge.
Das Wappen
Links in beiden Leisten sitzt eine Pixelbiene — seitlich, mit braunen Streifen,
schwarzen Beinen und Flügeln mit Kerbe. Sie ersetzt das ■, das dort seit dem
ersten Tag stand.
Sie steht an genau einer Stelle: tools/biene.py, als 16 × 16 Zeichen, ein
Zeichen je Pixel. Daraus entstehen alle Fassungen:
python3 tools/biene.py
| Ausgabe | wohin |
|---|---|
web/img/biene.svg |
Favicon |
web/js/biene.js |
Menüleiste des Schreibtischs (BIENE_SVG), System-Fenster und Startlauf (BIENE_ASCII) |
web/img/biene-3d.svg, -3d-256.png |
Anmeldebildschirm — die Schrägsicht |
web/img/biene-256.png, -32.png |
Doku und Vorschau |
In die HoneyBar ist dieselbe SVG-Zeile einkopiert — sie ist eine einzelne
Datei ohne zweite Anfrage. Ein Test (TestWappenIstUeberallDasselbe) hält die
drei Kopien zusammen; wer das Raster ändert, lässt das Skript laufen und
kopiert die Zeile neu.
Warum SVG und nicht PNG? Die HoneyBar läuft in fremden Apps. Ein <img>
holte dort eine Datei von HoneyOS, und ob das erlaubt ist, entscheidet die CSP
der fremden App (img-src). Markup kann niemand blockieren, es braucht keine
zweite Anfrage, und es ist mit 2,6 kB kleiner als das PNG.
Warum bleibt sie gelb? In der grünen und der eisblauen Röhre wechselt alles die Farbe mit — die Biene nicht. Ein Zeichen, das die Farbe wechselt, ist ein Symbol wie wolke; eines, das seine Farbe behält, ist ein Wappen. Der eine warme Fleck liest sich als „das hier ist das System selbst".
Einmal groß: die Schrägsicht
Auf dem Anmeldebildschirm steht dieselbe Biene als Würfel in 2:1-Schrägsicht — gerechnet, nicht gemalt: Das Skript legt Deckel und die zwei sichtbaren Wangen an und malt Streifen, Augen und Flügel darauf. Die Streifen laufen parallel zur linken Deckelkante und setzen sich auf der rechten Wange als senkrechte Bänder fort, damit sie über den Knick hinweg zusammenpassen.
Sie ist unter 64 px unbrauchbar — zu viele Kanten auf zu wenig Pixeln —, und genau deshalb steht sie dort: Der Anmeldebildschirm ist die einzige Stelle mit Platz und Zeit. In den Leisten bleibt die Seitenansicht.
Und aus Schriftzeichen
Im System-Fenster und über dem Startlauf steht dieselbe Biene aus #, : und
-. Beides sind Textflächen — ein Bild darin wäre ein Fremdkörper, wie ein
Foto in einer Tabelle. So wird aus dem System-Fenster ein neofetch.
Zwei Dinge stecken in der Umsetzung, die man nur durch Ausprobieren findet: Ein
Zeichen ist etwa halb so breit wie hoch, ein Pixel muss also zwei Zeichen
breit sein. Und Blockzeichen (█ ▓ ▒) sehen im Editor perfekt aus, hinterlassen
im Browser aber feine Fugen zwischen den Zellen — der Körper wird zur Waffel.
Gewöhnliche Schriftzeichen behaupten gar nicht erst, eine Fläche zu sein.
Dass ausgerechnet die Seitenansicht als Text funktioniert, ist kein Zufall: Ihre Streifen laufen senkrecht, also bleibt jede Textzeile ein zusammenhängendes Stück Körper. Von vorn zerfällt die Biene in Streifen und liest sich wie ein Strichcode.
Widgets
Ein Widget ist eine Beschreibung, kein Kasten in der index.html:
widgetAnmelden({
id: "wetter", titel: "wetter",
wo: ["terminal", "desktop"], // wo es erscheinen darf
sichtbar: () => true, // eigene Bedingung, optional
laden: async () => …, // false = es gibt nichts zu zeigen
leer: "verbergen", // oder ein Satz, der dann dasteht
inhalt: () => "<html>",
takt: 10 * 60 * 1000, // Nachladen, optional
})
Den Rest macht web/js/widgets/rahmen.js: Im Terminal-Modus wird daraus ein
Fenster in der linken Spalte, im Desktop-Modus ein Schild oben rechts. Er kennt
vier Zustände — lädt · fertig · nichts da · Fehler — und hält den
Nachladetakt.
Ein Widget, das seinen Server nicht erreicht, sagt das in seinem eigenen
Rahmen. Es verschwindet nicht (das sähe aus wie abgeschaltet) und reißt weder
den Schreibtisch noch die anderen Widgets mit. Wo „nichts da" schlicht heißt,
dass es nichts zu zeigen gibt, kann ein Widget mit leer: "verbergen" ganz
wegbleiben — so macht es das Wetter ohne eingestellten Ort.
Eine neue Anzeige ist damit eine Datei in web/js/widgets/ und ein Import in
os.js. Weder das Raster noch die Seite werden dafür angefasst.
Reihenfolge und An/Aus liegen beim Nutzer
Unter Einstellungen → Widgets steht jedes Widget mit einem Schalter und zwei Pfeilen. Beides zusammen steht in einer Einstellung, und die liegt wie alle anderen beim Konto auf dem Server — also auf jedem Gerät gleich:
widgets = "benutzer,notiz,-system,wetter,bild"
Das Minus heißt aus. Ein Feld statt zwei, weil beides zusammengehört: Wer ein Widget ausschaltet, soll seinen Platz behalten, wenn er es wieder einschaltet. Die Liste ist ein Wunsch, kein Gesetz — unbekannte Namen fallen weg, neue Widgets hängen sich hinten an und sind an. Ein Widget, das erst später eingeschaltet wird, holt seine Daten dann nach.
Pfeile statt Ziehen: Ziehen wäre hübscher, löst am Handy per Berührung aber nicht aus (dieselbe Entscheidung wie bei der Reihenfolge der Apps).
Notiz und Bild
Zwei Widgets, die nichts abfragen, sondern etwas sind. Beides liegt je
Nutzer auf dem Server — die Notiz als Text in honeyos.json, das Bild als
Datei in bilder/ daneben (oder als fremde Adresse, nie beides).
Die Notiz zeigt sich sofort gesetzt
Der Text ist immer formatiert zu sehen; roh ist nur die eine Zeile, in der
die Schreibmarke steht. Man tippt also in einer Aufzählung und sieht ringsum
schon Überschriften, Häkchen und Punkte — statt - [ ] Milch zu schreiben und
sich vorzustellen, wie das gleich aussieht.
Die Werkzeugleiste (Aufgabe · Aufzählung · Nummer · Überschrift · fett · Linie) erscheint erst beim Schreiben und wirkt auf genau diese Zeile — ohne offene Zeile hätten ihre Knöpfe nichts anzufassen, und eine Notiz, die man nur liest, soll wie ein Text aussehen und nicht wie ein Formular. Enter führt eine Liste fort und nummeriert weiter; Enter auf einer leeren Aufzählungszeile beendet sie. Backspace am Zeilenanfang nimmt erst den Aufzählungspunkt, dann erst die Zeile. Häkchen lassen sich anklicken, ohne in den Text zu springen — das ist der häufigste Griff an einer Liste. Für größere Umbauten gibt es den Knopf quelltext: dann doch das ganze Feld, roh.
Warum nicht contenteditable? Weil man aus dem, was der Browser beim Tippen
und Einfügen an HTML erzeugt, den Quelltext zurückraten müsste — und ein
Fehler dabei kostet Text. Hier bleibt der Quelltext die Wahrheit und wird nie
zurückgerechnet: Die Anzeige entsteht aus ihm, geändert wird immer nur eine
Zeile. Der Preis ist, dass man nicht über mehrere Zeilen hinweg markieren kann;
dafür ist der Quelltext-Knopf da.
Das kleine Markdown ist von Hand geschrieben und absichtlich klein:
Überschriften (#, ##, ###), Häkchen (- [ ], - [x]), Aufzählungen,
nummerierte Listen, ---, **fett**, *kursiv*, `code`. Keine
Bibliothek — HoneyOS hat keinen Bauschritt, und für sechs Regeln lohnt kein
Nachladen. Escapt wird vor dem Formatieren: Eine Notiz, die <script>
ausführt, wäre eine Falle für den Tag, an dem man etwas hineinkopiert.
Die Notiz ist keine zweite Notiz-App. InkNote gibt es schon: kein Titel, keine Liste von Notizen, keine Ordner, keine Suche. Genau ein Text für das, was nicht länger als einen Tag lebt. Gespeichert wird verzögert (und beim Verlassen der Seite sofort); zwei offene Geräte überschreiben einander, der letzte Stand gewinnt.
Das Bild
Genau eines je Nutzer, hochgeladen oder verlinkt; ein neues ersetzt das alte samt Datei. Eingestellt wird es unter Einstellungen → Bild, nicht im Widget — wie beim Wetter, dessen Ort auch nicht in der Wetterkachel gesucht wird. Ein Schild auf dem Schreibtisch, das zu drei Vierteln aus Knöpfen besteht, zeigt vor allem sich selbst. Erlaubt sind PNG, JPEG, WebP und GIF — der Typ wird aus den Bytes bestimmt, nicht aus dem, was der Browser behauptet. SVG ist bewusst nicht dabei: Es kann Skripte enthalten. Ausgeliefert wird mit einem Versionsanteil in der Adresse, sonst bliebe beim Austausch das alte Bild im Zwischenspeicher hängen.
Wetter
Ein Pixelsymbol mit der Temperatur — wahlweise auf dem Schreibtisch, in der HoneyBar, in beidem oder nirgends. Zwei Orte, zwei Schalter an zwei Stellen: Auf dem Schreibtisch ist das Wetter ein Widget wie jedes andere und steht in der Widget-Liste; für die Leiste gibt es einen eigenen Schalter unter Einstellungen → HoneyBar. Wer es beim Arbeiten in einer App sehen will, will es nicht zwangsläufig auch auf einer Seite, die er selten aufruft.
Die Stadt wird unter Einstellungen → Wetter einmal gesucht und mit ihren Koordinaten gespeichert; sonst müsste jede Abfrage den Ort erneut suchen — zwei Anfragen nach draußen statt einer. Ohne Stadt bleibt das Wetter aus.
Der Server holt es, nicht der Browser. Die HoneyBar steht auf jeder Seite jeder App: Fragte sie selbst beim Wetterdienst an, ginge bei jedem Seitenaufruf aus jeder App eine Anfrage samt IP dorthin, und die CSP jeder App müsste den fremden Ursprung erlauben. So sieht der Dienst einen Server. Die Antwort gilt zehn Minuten — das Wetter ändert sich langsamer, als Seiten neu geladen werden.
Verwendet wird Open-Meteo: kein Zugangsschlüssel, kein Konto, nichts einzurichten. Ist der Dienst nicht erreichbar oder das Gerät offline, verschwindet das Symbol — lieber keins als eine Zahl von gestern.
Ändern lässt sich die Stadt nur auf dem Schreibtisch; ein Klick auf das Symbol in der HoneyBar führt dorthin. Die HoneyBar liest über den Schlüssel und darf nichts schreiben.
Die HoneyBar in deine Apps bringen
Es gibt zwei Wege, und welcher gilt, hängt an einer einzigen Frage: Kannst du den Quelltext der App ändern?
| Weg 1 — selbst geschrieben | Weg 2 — fertig bezogen | |
|---|---|---|
| Beispiele | Aether, InkNote | BentoPDF, Uptime Kuma, alles aus einem Image |
| Einbau | die App lädt die HoneyBar selbst | ein nginx davor setzt sie ein |
| Umstellen | eine Zeile in der .env |
zwei Zeilen in der Proxy-Tabelle |
| Layout | passt sich an (--honeybar-h) |
bleibt, wie die App es macht |
Beide Wege ergeben dieselbe HoneyBar; die App-Liste, die Farben und das Wetter kommen ohnehin aus HoneyOS.
Weg 1 — Apps, die du selbst schreibst
Eine Zeile im HTML der App:
<script defer src="https://honeyos.duckdns.org/honeybar/honeybar.js"
data-app="aether"></script>
defer ist nicht optional: ohne wartet der Seitenaufbau der App auf das Skript.
Ist HoneyOS langsam oder aus, soll die HoneyBar den Start von Aether nicht bremsen.
Aether und InkNote machen es einen Schritt anders — und das ist die bessere
Art: Sie laden die HoneyBar zur Laufzeit, die Adresse kommt aus ihrer eigenen
.env (HONEYBAR_ORIGIN) über einen kleinen Endpunkt der App. Der Grund ist
Erfahrung: Ein fertiges Abbild wird gezogen, nicht gebaut — was beim Bauen ins
HTML geschrieben wird, lässt sich hinterher nicht mehr ändern. Und der Service
Worker einer PWA hebt ganze Antworten auf, samt Kopfzeilen; eine ins HTML
eingefrorene Adresse überlebt dort jede Konfigurationsänderung.
data-app ist die ID aus der App-Liste. Die Liste holt sich die HoneyBar selbst von
/api/apps — mit deiner HoneyOS-Sitzung, weil alle Adressen unter derselben Domain liegen.
Freigegeben sind nur die Ursprünge, die selbst als App eingetragen sind: die App-Liste
ist zugleich ihre eigene CORS-Freigabe.
Sie rendert in einem Shadow DOM: Tailwind (Aether) und die InkNote-Palette kommen nicht
hinein, ihre Stile nicht hinaus. Sie schiebt den Seiteninhalt um 32 px nach unten
(data-push="none" legt sie stattdessen darüber). Rechnet die App mit voller Höhe:
.app-shell { height: calc(100vh - var(--honeybar-h, 0px)); }
Vorschau ohne Einbau: /honeybar/demo.html.
Weg 2 — fertige Apps: ein HoneyBar-Proxy davor
Für Werkzeuge, die man nicht selbst geschrieben hat, gibt es keinen
<script>-Tag zum Ändern — den setzt ein kleiner nginx ein, während er die
Seite durchreicht:
außen ──► Pangolin ──► honeybar (nginx) ──► app:8080
TLS, Auth setzt eine Zeile ein, reicht sonst nur durch
Ein Reverse Proxy hinter dem Reverse Proxy also, mit klarer Arbeitsteilung. Getestet mit nginx gegen eine App mit gzip und eigener CSP:
location / {
proxy_pass http://127.0.0.1:8181;
proxy_set_header Host $host;
proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
proxy_set_header X-Forwarded-Proto $scheme;
# 1. Unkomprimiert anfordern — in einem gzip-Strom ist nichts zu ersetzen.
proxy_set_header Accept-Encoding "";
# 2. Die CSP der App ersetzen, nicht ergänzen. Zwei CSP-Kopfzeilen bedeuten
# nicht „mehr erlaubt", sondern „beide müssen zustimmen".
proxy_hide_header Content-Security-Policy;
add_header Content-Security-Policy "default-src 'self'; script-src 'self' https://honeyos.example.com; connect-src 'self' https://honeyos.example.com; style-src 'self' 'unsafe-inline'; img-src 'self' data:" always;
# 3. Nur HTML anfassen; JSON, Bilder und Downloads bleiben unberührt.
sub_filter_types text/html;
sub_filter_once on;
sub_filter '</head>' '<script defer src="https://honeyos.example.com/honeybar/honeybar.js" data-app="werkzeug"></script></head>';
}
Dazu muss der Ursprung dieser App in HoneyOS als App eingetragen sein — die
Liste ist zugleich die CORS-Freigabe. Auf den Ursprung genau: localhost und
127.0.0.1 sind für den Browser zwei verschiedene, ebenso http und https
oder ein abweichender Port. Passt er nicht, erscheint die HoneyBar mit leerer
App-Liste und in der Konsole steht ein CORS-Fehler.
Warum style-src 'unsafe-inline': Die HoneyBar bringt ihre Stile mit, im
Shadow DOM. Eine strenge CSP verbietet die — gemessen: die HoneyBar erscheint,
aber schwarz auf schwarz, ohne Röhre. Das ist eine echte Abschwächung der
CSP dieser App; viele fertige Werkzeuge brauchen unsafe-inline ohnehin für
sich selbst, aber wissen sollte man es. (Auflösbar, indem die HoneyBar ihre Stile
als eigene Datei ausliefert — steht in IDEAS.md.)
Apps mit COEP (alles mit WASM oder SharedArrayBuffer — BentoPDF etwa)
lehnen fremde Dateien ab, die sich nicht zur Einbettung bekennen. HoneyOS
liefert die HoneyBar deshalb mit Cross-Origin-Resource-Policy: cross-origin
aus. Ohne das erscheint dort keine HoneyBar, und in der Konsole steht nur
ERR_BLOCKED_BY_RESPONSE.NotSameOriginAfterDefaultedToSameOriginByCoep.
Das COEP der App bleibt dabei unangetastet — ihre eigenen Fähigkeiten also auch.
Zwei Bauarten. Die zweite ist die bessere, sobald die App eine eigene CSP schickt — und das tun die meisten:
| Skript von HoneyOS | Skript über die eigene Adresse | |
|---|---|---|
| CSP der App | muss ersetzt werden | unangetastet ('self' genügt) |
| CORS | Ursprung muss eingetragen sein | entfällt |
| COEP der App | braucht Cross-Origin-Resource-Policy |
entfällt |
HONEYOS_APPS_KEY |
steht im Quelltext der Seite | bleibt auf dem Server |
| Aufwand | eine sub_filter-Zeile |
drei location-Blöcke |
Bei der zweiten reicht der HoneyBar-Proxy auch /honeybar/ und die zwei Abfragen der
HoneyBar durch, unter seiner Adresse. Für den Browser ist damit alles derselbe
Ursprung, und die drei Hürden fallen auf einmal weg. Durchgereicht werden dabei
nur /api/apps und /api/weather, und nur lesend (limit_except GET) —
ein pauschales /api/ hinge sonst die ganze HoneyOS-Schnittstelle unter die
Adresse der App.
Was du an der Compose der App änderst
Vorher — BentoPDF, wie es aus der Anleitung des Herstellers kommt:
services:
bentopdf:
image: ghcr.io/alam00000/bentopdf-simple:latest
container_name: bentopdf
restart: unless-stopped
ports:
- '8888:8080'
Nachher:
services:
bentopdf:
image: ghcr.io/alam00000/bentopdf-simple:latest
container_name: bentopdf
restart: unless-stopped
networks: [honeybar] # statt ports:
networks:
honeybar:
external: true # legt der HoneyBar-Proxy-Stapel an
Zwei Änderungen, mehr nicht:
ports:fällt weg. Die App braucht kein Loch nach außen mehr — der HoneyBar-Proxy spricht sie im Docker-Netz unter ihrem Namen an (bentopdf:8080; die8080ist der Port im Behälter und bleibt, die8888war nur die Klinke an der Außenseite). Ginge Pangolin weiter direkt auf die App, wäre der HoneyBar-Proxy umgangen und die HoneyBar fehlte. Zum Nachsehen darf einports:ruhig stehen bleiben — dann hast du zwei Wege: direkt ohne HoneyBar, über Pangolin mit.- Das Netz
honeybardazu. Es entsteht im HoneyBar-Proxy-Stapel; hier wird es nur alsexternalmitbenutzt. Deshalb jenen Stapel zuerst starten.
Dazu noch zwei Zeilen im HoneyBar-Proxy ($ziel und $appid) und in Pangolin die
Ressource von der App auf honeybar:80 umstellen. Fertig.
Was es kostet
Nicht viel, aber nicht nichts:
- Ein Ausfallpunkt mehr. Ist der HoneyBar-Proxy weg, sind die Apps dahinter weg —
nicht nur ihre HoneyBar.
restart: unless-stoppedist deshalb Pflicht; ein nginx, der nur durchreicht, fällt praktisch nie aus. - Eine Stelle mehr zum Pflegen. Je App zwei Zeilen, und beim Umbenennen einer Adresse muss man daran denken.
- Ein Sprung mehr im Netz. Im selben Docker-Netz nicht messbar.
- Nicht jede App muss dahinter. Was ohne HoneyBar laufen soll, zeigt in Pangolin weiter direkt auf die App. Das entscheidest du je App.
Fertige Beispiele:
beispiele/bentopdf/— ein Dienst, alles über die eigene Adresse. Geprüft mitghcr.io/alam00000/bentopdf-simple, das eine strenge CSP und COEP mitbringt: HoneyBar, Apps und Wetter erscheinen, ohne dass an dessen Kopfzeilen etwas geändert wird.beispiele/mehrere-apps/— HoneyOS und ein HoneyBar-Proxy für beliebig viele Dienste in einem Stapel. Zwei Tabellen oben in der Datei sagen, welcher Name zu welchem Behälter gehört und welche App das für HoneyOS ist; eine neue App sind zwei Zeilen. Die HoneyBar hebt die aktuelle App hervor, sobald$appidderIDin der App-Liste entspricht — genau wie in Aether und InkNote. Am Host erkennt nginx, welcher Dienst gemeint ist; eine neue App sind zwei Zeilen in den Tabellen oben inhoneybar.conf. Das ist der Aufbau, den man haben will, sobald es mehr als ein Nicht ein Behälter je App, und nicht HoneyOS getrennt davon gepflegt.
Das Netz honeybar legt dieser Stapel selbst an, unter festem Namen. Die
fremden Dienste treten ihm bei (networks: [default, honeybar] und
honeybar: {external: true}); ihre eigenen ports: können dann ganz weg,
erreichbar ist nur noch der HoneyBar-Proxy. Deshalb diesen Stapel zuerst starten. Ein Host, der in der Tabelle fehlt, bekommt 404 statt einer
geratenen Weiterleitung — sonst wird aus einem Tippfehler in Pangolin eine
stille Umleitung irgendwohin. WebSocket-Verbindungen (Uptime Kuma, Dashboards,
alles mit Live-Anzeige) gehen durch, dafür sorgt upgrade.conf.
Nur Pangolin davor? Traefik kann Antwortkörper nicht von sich aus ändern; dafür bräuchte es ein Plugin. Der kürzere Weg ist ein kleiner nginx zwischen Pangolin und der App, der nichts tut außer einsetzen:
honeybar:
image: nginx:alpine
restart: unless-stopped
volumes: [./honeybar.conf:/etc/nginx/conf.d/default.conf:ro]
# Pangolin zeigt jetzt hierher statt direkt auf die App.
Geprüft mit BentoPDF: Es schickt keine CSP, also genügen proxy_pass,
Accept-Encoding "" und die sub_filter-Zeile — die CSP-Zeilen oben braucht
nur, wessen App selbst eine schickt.
Was dabei zu erwarten ist:
- Das Layout der fremden App kennt die HoneyBar nicht. Rechnet sie mit
100vh, wird die Seite um 32 px zu hoch (Bildlaufleiste) — ihr CSS lässt sich nicht anpassen wie das eigene. Dann hilftdata-push="none": Die HoneyBar legt sich darüber, statt zu schieben. Verdeckt dafür die oberste Zeile. - Apps mit eigener Kopfleiste sehen doppelt belegt aus. Geschmackssache.
- Anmeldeseiten, iframes, Downloads bekommen die HoneyBar ebenfalls, soweit
sie HTML sind.
sub_filterunterscheidet das nicht. - Andere Proxys: Caddy braucht ein Zusatzmodul (
replace-response), Traefik ein Plugin für den Antwortkörper. nginx kann es ohne Erweiterung.
Das Systemmenü im Logo
Das ■ HONEYOS links ist ein Menü — auf dem Schreibtisch wie in jeder App:
| in der HoneyBar (fremde App) | auf dem Schreibtisch |
|---|---|
| Schreibtisch | Über HoneyOS |
| HoneyBar einklappen | Einstellungen |
| — | Terminal-/Desktop-Modus |
Rechts daneben klappt ein Pfeil die App-Liste auf — in beiden Leisten gleich. Das Zahnrad, das dort früher stand, ist weg: Auf dem Schreibtisch stehen die Einstellungen links im Systemmenü; in einer fremden App gibt es sie nicht, sondern nur den Weg dorthin.
In den Apps ist „Schreibtisch" ein Link, keine Handlung — und das ist eine Grenze, keine Bequemlichkeit. Einstellungen schreiben, und dafür braucht der Server die HoneyOS-Sitzung: Aus einer fremden Site schickt der Browser sie nicht mit, und selbst unter einer Domain liegt das CSRF-Prüfwort in einem Cookie, das nur HoneyOS' eigene Seiten lesen dürfen.
Deshalb stand dort lange ein zweiter Punkt „Einstellungen …", der auf dieselbe
Seite führte, nur mit geöffnetem Feld. Er ist weg (01.09.2026): Zwei Türen
in denselben Raum sind keine zwei Wege. Wer etwas einstellen will, ist damit
ohnehin auf dem Schreibtisch, und dort steht das Feld einen Klick — oder [S] —
entfernt.
Abmelden steht in den Einstellungen, ganz unten — und sonst nirgends. Nicht in der HoneyBar fremder Apps, nicht im Systemmenü, nicht im Startmenü. Es ist die einzige Schaltfläche, die eine Sitzung beendet statt etwas einzustellen, und sie gehört dorthin, wo man sich angemeldet hat. Wer es aus einer App heraus braucht, geht über „Einstellungen …" — ein Klick mehr, dafür kann kein eingebettetes Bild einer fremden Seite eine Abmeldung auslösen. Der Punkt erscheint nur, wenn HoneyOS selbst anmeldet; hinter einem Proxy oder im offenen Betrieb fehlt er.
Wenn die HoneyBar veraltet aussieht
Die HoneyBar wird bei Weg 2 über den eigenen Ursprung der App ausgeliefert
(/honeybar/honeybar.js). Das ist der Kniff, der CSP, CORS und COEP auf einmal
erledigt — es setzt sie aber zugleich dem Zwischenspeicher dieser App aus, und
dem ihres Service Workers, falls sie einen hat. Eine alte HoneyBar dort sieht
aus wie ein Fehler in HoneyOS: Ein neuer Menüpunkt fehlt, obwohl der
Schreibtisch ihn längst hat.
HoneyOS liefert seine Dateien deshalb mit Cache-Control: no-store aus. Bleibt
trotzdem etwas hängen, hilft die Probe von Hand:
curl -s https://<app-adresse>/honeybar/honeybar.js | grep -c sysmenu
Kommt dort 0, ist die ausgelieferte Datei alt — dann läuft HoneyOS noch auf
einem älteren Abbild (docker compose pull && up -d). Kommt 2, liegt es am
Browser: einmal hart neu laden (Strg+Umschalt+R), und bei einer installierten
PWA deren Daten löschen.
Am schnellsten zu sehen ohne Werkzeug: Stehen im App-Streifen der HoneyBar Symbole neben den Namen? Dann ist sie aktuell.
Wer angemeldet ist
Steht auf dem Schreibtisch, als eigenes Widget: Bild, Name und Begrüßung, aus der HoneyOS-Anmeldung. In den Apps steht es nicht — die HoneyBar dort trägt genau dasselbe wie die Menüleiste hier, sonst merkt man beim Wechsel, dass es zwei verschiedene HoneyBars sind.
Früher konnte jede App einen „Wer-bin-ich"-Pfad und einen Token-Schlüssel
mitbringen; die HoneyBar fragte damit die App nach dem Anzeigenamen. Beides ist
seit dem 29.08.2026 entfernt. Es brachte allein einen Namen, wirkte je nach
Domain unterschiedlich, und der Token-Schlüssel hatte eine scharfe Kante: Zeigte
das Wer-bin-ich-Feld auf eine fremde Adresse, ging der Ausweis der App dorthin.
Wer die Felder in seiner honeyos.json noch stehen hat, braucht nichts zu tun —
sie werden beim nächsten Speichern still verworfen.
Wie das Projekt liegt
main.go Start, Routen, Handler
internal/
config/ was aus der Umgebung kommt
store/ die eine JSON-Datei: Apps und Nutzer
auth/ wer fragt da? (OIDC, Proxy, offen)
weather/ Wetter holen und zehn Minuten behalten
web/
index.html
css/style.css
glyphs.json die Pixelraster — die einzige Quelle, beide Leisten
js/core.js Zustand, Server, Einstellungen, Kleinkram
js/glyphs.js lädt die Raster und baut SVGs daraus
js/os.js die beiden Ansichten, Fenster, Dialoge
js/widgets/ ein Widget je Datei
honeybar/ die HoneyBar für fremde Seiten — bewusst eine Datei
Die HoneyBar bleibt absichtlich eine Datei ohne Importe: Sie wird von fremden Seiten mit einer Zeile eingebunden, da darf nichts nachladen.
Entwickeln
docker compose -f docker-compose.dev.yml up -d --build # → http://localhost:8088
go test ./... # Anmeldeablauf, CSRF, Prüfungen
Der Dev-Betrieb läuft ohne Anmeldung. Die Oberfläche steckt per go:embed im Binary —
nach Änderungen an web/ also neu bauen, ein Reload allein genügt nicht.
main.go Konfiguration, Routen, statische Auslieferung
auth.go OIDC mit PKCE, Sitzungscookie, CSRF
store.go die JSON-Datei: Apps, Nutzer, Einstellungen
auth_test.go falscher OIDC-Anbieter — der ganze Anmeldeweg im Test
web/ index.html · style.css · os.js · honeybar/ · looks/
Die Tests fahren einen echten OIDC-Anbieter mit eigenem Schlüssel hoch und gehen den Weg einmal ganz durch. Wenn die grün sind, liegt ein Anmeldeproblem am Anbieter oder an der Konfiguration, nicht am Code.
Bauen und schieben
./build.sh # Tag kommt aus `const Version` in main.go, dazu :latest
./build.sh 1.0-test # abweichender Tag, falls nötig
Die Version steht an genau einer Stelle: const Version in main.go.
build.sh liest sie von dort, die Oberfläche holt sie über /api/public. Vorher
stand sie zusätzlich in os.js — dann hiess das Image 0.4 und der Schreibtisch
zeigte 0.2.
Wann sie steigt (Marcs Regel, 25.08.2026): nicht bei jeder Kleinigkeit. Sonst steht in zwei Wochen 0.30 da, und die Zahl sagt nichts mehr — eine Versionsnummer soll unterscheidbare Stände benennen, nicht Arbeitsschritte zählen.
- Steigt: neue Fähigkeit, geänderte Bedienung, neuer Pfad oder neue Einstellung — alles, wofür man wissen will, ob der Server es schon kann.
- Steigt nicht: Fehlerbehebung an frisch Gebautem, Feinschliff am Aussehen, Text, Dokumentation, Aufräumen.
Das Abbild wird trotzdem gebaut und geschoben — nur unter demselben Tag und
:latest. Wer wissen will, was genau läuft, schaut in git log; dafür ist die
Versionsnummer zu grob.
Grenzen, die man kennen sollte
- Die Lampe an der Kachel ist kein Health-Check. Bei einer fremden Domain darf der Browser nur sehen, dass geantwortet wurde. Ein 500er sähe aus wie „online".
- Die App-Liste ist für alle gleich. Wer angemeldet ist, darf sie ändern — das ist für eine Handvoll Konten gewollt und wäre für mehr Leute zu wenig.
- Ein Angemeldeter kann jede Adresse eintragen. Der Server prüft nur, dass es eine http(s)-Adresse ist. Das ist zugleich die CORS-Freigabe der HoneyBar, also nicht gedankenlos etwas Fremdes eintragen.
Was als Nächstes ansteht
- CORS in Aether für
os.…, damit der Desktop den Anmeldestand sehen kann. - Überall abmelden in der HoneyBar — braucht pro App den CSRF-Weg zum Logout.
- Fenster mit Inhalt statt nur Verweisen: „letzte Dateien", „letzte Notizen".