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HoneyOS/README.md
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marcandClaude Opus 5 7c8a4b8c9a docs: die zwei Wege zur Leiste sauber getrennt
Weg 1 fuer selbst geschriebene Apps, Weg 2 fuer fertig bezogene — mit dem
Vorher/Nachher an der Compose-Datei der App und dem, was der Einsetzer kostet.

Dabei richtiggestellt, dass Aether und InkNote die Leiste zur Laufzeit laden
statt sie ins HTML zu schreiben; die README beschrieb noch den alten Stand.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-29 15:34:29 +02:00

474 lines
21 KiB
Markdown

# HoneyOS
Ein Retro-Schreibtisch vor den eigenen Apps. Amber-CRT, Boot-Log, zwei Betriebsarten,
Anmeldung über den eigenen OIDC-Anbieter — und dieselbe Leiste zum Einhängen in die Apps.
**Was es ist:** eine Oberfläche davor. Jede App bleibt ihre eigene PWA auf ihrer eigenen
Domain mit ihrer eigenen Anmeldung. HoneyOS ist der Startpunkt, der Umschalter und die
gemeinsame Leiste — **kein Rahmen, der die Apps einsperrt** (kein iframe).
**Wo der Zustand liegt:** im Server. Die App-Liste gilt für alle, die Einstellungen gehören
je Nutzer — deshalb sieht dein HoneyOS auf jedem Gerät gleich aus, an dem du angemeldet bist.
Der Browser hält dieselben Einstellungen nur als Vorschuss, damit die Röhre beim Laden nicht
in der falschen Farbe aufflackert.
## Betrieb
```bash
mkdir -p /srv/honeyos && chown 1000:1000 /srv/honeyos
cp .env.example .env # PUBLIC_URL, SESSION_SECRET, OIDC-Zugang
docker login gitea.honeyy.duckdns.org
docker compose pull && docker compose up -d
```
Zu sichern ist genau eine Datei: `${HONEYOS_DATA_DIR}/honeyos.json`. Darin stehen die Apps
und die Einstellungen je Nutzer. Sichere sie zusammen mit der `.env` — ohne
`HONEYOS_SESSION_SECRET` müssen sich alle neu anmelden, mehr passiert aber nicht.
`/healthz` antwortet mit `ok`. Hinter deinem Reverse Proxy braucht es nichts Besonderes,
außer dass `X-Forwarded-Proto: https` durchkommt — sonst setzt HoneyOS das Sitzungscookie
ohne `Secure`.
## Anmeldung — zwei Wege, einer davon reicht
**A · Ein Proxy davor macht die Tür** (Pangolin, Authelia, …). Dann in der `.env`:
```dotenv
HONEYOS_PROXY_AUTH=true
# HONEYOS_USER_HEADER=Remote-User # optional, trennt die Einstellungen je Nutzer
```
HoneyOS fragt dann nicht noch einmal — kein zweiter Anmeldeschirm. **Der
Container darf in diesem Betrieb nur über den Proxy erreichbar sein**, denn er
prüft selbst nichts mehr.
**B · HoneyOS meldet selbst an**, mit eigenem Anmeldeschirm über deinen
OIDC-Anbieter. In PocketID einen Client anlegen und als Rückrufadresse **exakt**
`<PUBLIC_URL>/api/auth/callback` eintragen. HoneyOS schickt PKCE mit, braucht
aber trotzdem ein Client-Geheimnis — also **keinen „public client"**.
```dotenv
HONEYOS_SESSION_SECRET=… # openssl rand -hex 32
HONEYOS_OIDC_ISSUER=https://id.example.com
HONEYOS_OIDC_CLIENT_ID=honeyos
HONEYOS_OIDC_CLIENT_SECRET=…
HONEYOS_BUTTON_LABEL=Anmelden mit PocketID
```
Wer nicht angemeldet ist, sieht nur den Anmeldeschirm — keine App-Liste, keine
Namen. Die Sitzung ist ein signiertes Cookie ohne Gegenstück im Server: ein
Neustart wirft niemanden hinaus. Sie hält 30 Tage.
**Weder A noch B** heißt: offen für jeden. Sagt beim Start deutlich, dass das
nur zum Entwickeln taugt.
## Wenn HoneyOS auf einer anderen Site liegt als die Apps
Der Browser behandelt `honeyos.duckdns.org` und `cloud.honeyy.duckdns.org` als
**fremde Sites** — `duckdns.org` steht auf der Public-Suffix-Liste, die
gemeinsame Endung zählt also nicht. Folge: Bei der Anfrage aus einer App heraus
schickt der Browser die HoneyOS-Sitzung **nicht** mit.
Damit die Leiste trotzdem eine App-Liste bekommt:
```dotenv
HONEYOS_APPS_KEY=… # openssl rand -hex 16
```
und derselbe Wert im Skript-Tag der App:
```html
<script defer src="https://honeyos.duckdns.org/honeybar/honeybar.js"
data-app="aether" data-key="…"></script>
```
Der Schlüssel steht damit in der App, die ohnehin nur Berechtigte sehen. Ohne
ihn antwortet `/api/apps` mit 401 — auch im Proxy-Betrieb, gerade weil dieser
Pfad im Proxy von der Anmeldung befreit sein muss.
Zweite Schranke, unabhängig davon: HoneyOS gibt die Liste nur an Ursprünge
heraus, die **selbst als App eingetragen** sind. Eine fremde Seite scheitert
also an CORS, selbst mit richtigem Schlüssel.
**Was auf zwei Sites nicht geht:** der Anmeldestand auf den Kacheln des
Schreibtischs (fragt über die Domaingrenze). Der Name *in der Leiste* geht
weiterhin — den holt sie bei der App selbst, gleicher Ursprung.
Liegen alle Adressen unter derselben Domain (`os.honeyy…`, `cloud.honeyy…`),
entfällt der Schlüssel und alles funktioniert ohne Einschränkung.
## Apps anlegen
**In der Oberfläche**, nicht in der `.env`: *Einstellungen → Programme* oder die Kachel
„+ app hinzufügen". Pro App:
| Feld | wofür |
|---|---|
| Kennung | klein, ohne Leerzeichen — muss zu `data-app` der Leiste passen |
| Name, Untertitel | Beschriftung auf Kachel und Symbol |
| Adresse | wohin der Start springt |
| Symbol | cloud · note · box · chip · folder · gear · globe · disk |
| Taste | Zifferntaste im Terminal-Modus |
| Wer-bin-ich | optional, siehe unten |
| Token-Schlüssel | nur für Apps mit Bearer-Token im localStorage statt Cookie |
Gespeichert wird die Liste als Ganzes; der Server prüft sie noch einmal und antwortet mit
dem, was er wirklich behalten hat. Eine Adresse ohne `https://` kommt als Fehlermeldung
zurück, nicht als kaputter Eintrag.
## Zwei Betriebsarten, ein Datenstand
| | Terminal-Modus | Desktop-Modus |
|---|---|---|
| Apps | Kacheln nebeneinander | Symbole auf der Fläche, Doppelklick öffnet |
| Fenster | Dialog in der Mitte | verschiebbar, minimierbar |
| unten | Statuszeile mit Tastenhinweisen | Taskleiste mit Startmenü |
Umschalten mit **`M`**, über *Einstellungen → Betriebsart* oder im Startmenü. Gleich bleiben
in beiden: Menüleiste, Palette, Einstellungen, App-Liste.
**Tasten:** `1` `2` App starten · `M` Betriebsart · `S` Einstellungen · `?` Hilfe ·
`Esc` schließt Startmenü, oberstes Fenster oder Dialog — in dieser Reihenfolge.
## Wetter
Ein Pixelsymbol mit der Temperatur — wahlweise auf dem Schreibtisch, in der
Leiste, in beidem oder nirgends. Zwei getrennte Schalter unter
*Einstellungen → Wetter*, weil das zwei verschiedene Orte sind: Wer es beim
Arbeiten in einer App sehen will, will es nicht zwangsläufig auch auf einer
Seite, die er selten aufruft.
Die Stadt wird dort einmal gesucht und **mit ihren Koordinaten** gespeichert;
sonst müsste jede Abfrage den Ort erneut suchen — zwei Anfragen nach draußen
statt einer. Ohne Stadt bleibt das Wetter aus.
**Der Server holt es, nicht der Browser.** Die Leiste steht auf jeder Seite
jeder App: Fragte sie selbst beim Wetterdienst an, ginge bei jedem Seitenaufruf
aus jeder App eine Anfrage samt IP dorthin, und die CSP jeder App müsste den
fremden Ursprung erlauben. So sieht der Dienst einen Server. Die Antwort gilt
zehn Minuten — das Wetter ändert sich langsamer, als Seiten neu geladen werden.
Verwendet wird [Open-Meteo](https://open-meteo.com): kein Zugangsschlüssel, kein
Konto, nichts einzurichten. Ist der Dienst nicht erreichbar oder das Gerät
offline, verschwindet das Symbol — lieber keins als eine Zahl von gestern.
Ändern lässt sich die Stadt nur auf dem Schreibtisch; ein Klick auf das Symbol
in der Leiste führt dorthin. Die Leiste liest über den Schlüssel und darf nichts
schreiben.
## Die Leiste in deine Apps bringen
Es gibt zwei Wege, und welcher gilt, hängt an einer einzigen Frage: **Kannst du
den Quelltext der App ändern?**
| | Weg 1 — selbst geschrieben | Weg 2 — fertig bezogen |
|---|---|---|
| Beispiele | Aether, InkNote | BentoPDF, Uptime Kuma, alles aus einem Image |
| Einbau | die App lädt die Leiste selbst | ein nginx davor setzt sie ein |
| Umstellen | eine Zeile in der `.env` | zwei Zeilen in der Proxy-Tabelle |
| Layout | passt sich an (`--honeybar-h`) | bleibt, wie die App es macht |
Beide Wege ergeben dieselbe Leiste; die App-Liste, die Farben und das Wetter
kommen ohnehin aus HoneyOS.
### Weg 1 — Apps, die du selbst schreibst
Eine Zeile im HTML der App:
```html
<script defer src="https://honeyos.duckdns.org/honeybar/honeybar.js"
data-app="aether"></script>
```
`defer` ist nicht optional: ohne wartet der Seitenaufbau der App auf das Skript.
Ist HoneyOS langsam oder aus, soll die Leiste den Start von Aether nicht bremsen.
**Aether und InkNote machen es einen Schritt anders — und das ist die bessere
Art:** Sie laden die Leiste zur *Laufzeit*, die Adresse kommt aus ihrer eigenen
`.env` (`HONEYBAR_ORIGIN`) über einen kleinen Endpunkt der App. Der Grund ist
Erfahrung: Ein fertiges Abbild wird gezogen, nicht gebaut — was beim Bauen ins
HTML geschrieben wird, lässt sich hinterher nicht mehr ändern. Und der Service
Worker einer PWA hebt ganze Antworten auf, samt Kopfzeilen; eine ins HTML
eingefrorene Adresse überlebt dort jede Konfigurationsänderung.
`data-app` ist die Kennung aus der App-Liste. Die Liste holt sich die Leiste selbst von
`/api/apps` — mit deiner HoneyOS-Sitzung, weil alle Adressen unter derselben Domain liegen.
**Freigegeben sind nur die Ursprünge, die selbst als App eingetragen sind**: die App-Liste
ist zugleich ihre eigene CORS-Freigabe.
Sie rendert in einem **Shadow DOM**: Tailwind (Aether) und die InkNote-Palette kommen nicht
hinein, ihre Stile nicht hinaus. Sie schiebt den Seiteninhalt um 32 px nach unten
(`data-push="none"` legt sie stattdessen darüber). Rechnet die App mit voller Höhe:
```css
.app-shell { height: calc(100vh - var(--honeybar-h, 0px)); }
```
Vorschau ohne Einbau: `/honeybar/demo.html`.
### Weg 2 — fertige Apps: ein Einsetzer davor
Für Werkzeuge, die man **nicht selbst geschrieben hat**, gibt es keinen
`<script>`-Tag zum Ändern — den setzt ein kleiner nginx ein, während er die
Seite durchreicht:
```
außen ──► Pangolin ──► leiste (nginx) ──► app:8080
TLS, Auth setzt eine Zeile ein, reicht sonst nur durch
```
Ein Reverse Proxy hinter dem Reverse Proxy also, mit klarer Arbeitsteilung. Getestet mit nginx gegen eine App mit gzip und eigener CSP:
```nginx
location / {
proxy_pass http://127.0.0.1:8181;
proxy_set_header Host $host;
proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
proxy_set_header X-Forwarded-Proto $scheme;
# 1. Unkomprimiert anfordern — in einem gzip-Strom ist nichts zu ersetzen.
proxy_set_header Accept-Encoding "";
# 2. Die CSP der App ersetzen, nicht ergänzen. Zwei CSP-Kopfzeilen bedeuten
# nicht „mehr erlaubt", sondern „beide müssen zustimmen".
proxy_hide_header Content-Security-Policy;
add_header Content-Security-Policy "default-src 'self'; script-src 'self' https://honeyos.example.com; connect-src 'self' https://honeyos.example.com; style-src 'self' 'unsafe-inline'; img-src 'self' data:" always;
# 3. Nur HTML anfassen; JSON, Bilder und Downloads bleiben unberührt.
sub_filter_types text/html;
sub_filter_once on;
sub_filter '</head>' '<script defer src="https://honeyos.example.com/honeybar/honeybar.js" data-app="werkzeug"></script></head>';
}
```
Dazu muss der Ursprung dieser App **in HoneyOS als App eingetragen** sein — die
Liste ist zugleich die CORS-Freigabe. **Auf den Ursprung genau**: `localhost` und
`127.0.0.1` sind für den Browser zwei verschiedene, ebenso `http` und `https`
oder ein abweichender Port. Passt er nicht, erscheint die Leiste mit leerer
App-Liste und in der Konsole steht ein CORS-Fehler.
**Warum `style-src 'unsafe-inline'`:** Die Leiste bringt ihre Stile mit, im
Shadow DOM. Eine strenge CSP verbietet die — gemessen: die Leiste erscheint,
aber schwarz auf schwarz, ohne Röhre. Das ist eine echte Abschwächung der
CSP dieser App; viele fertige Werkzeuge brauchen `unsafe-inline` ohnehin für
sich selbst, aber wissen sollte man es. (Auflösbar, indem die Leiste ihre Stile
als eigene Datei ausliefert — steht in [IDEAS.md](IDEAS.md).)
**Apps mit COEP** (alles mit WASM oder SharedArrayBuffer — BentoPDF etwa)
lehnen fremde Dateien ab, die sich nicht zur Einbettung bekennen. HoneyOS
liefert die Leiste deshalb mit `Cross-Origin-Resource-Policy: cross-origin`
aus. Ohne das erscheint dort keine Leiste, und in der Konsole steht nur
`ERR_BLOCKED_BY_RESPONSE.NotSameOriginAfterDefaultedToSameOriginByCoep`.
Das COEP der App bleibt dabei unangetastet — ihre eigenen Fähigkeiten also auch.
**Zwei Bauarten.** Die zweite ist die bessere, sobald die App eine eigene CSP
schickt — und das tun die meisten:
| | Skript von HoneyOS | Skript über die eigene Adresse |
|---|---|---|
| CSP der App | muss ersetzt werden | **unangetastet** (`'self'` genügt) |
| CORS | Ursprung muss eingetragen sein | entfällt |
| COEP der App | braucht `Cross-Origin-Resource-Policy` | entfällt |
| `HONEYOS_APPS_KEY` | steht im Quelltext der Seite | **bleibt auf dem Server** |
| Aufwand | eine `sub_filter`-Zeile | drei `location`-Blöcke |
Bei der zweiten reicht der Einsetzer auch `/honeybar/` und die zwei Abfragen der
Leiste durch, unter *seiner* Adresse. Für den Browser ist damit alles derselbe
Ursprung, und die drei Hürden fallen auf einmal weg. Durchgereicht werden dabei
**nur** `/api/apps` und `/api/weather`, und nur lesend (`limit_except GET`) —
ein pauschales `/api/` hinge sonst die ganze HoneyOS-Schnittstelle unter die
Adresse der App.
#### Was du an der Compose der App änderst
Vorher — BentoPDF, wie es aus der Anleitung des Herstellers kommt:
```yaml
services:
bentopdf:
image: ghcr.io/alam00000/bentopdf-simple:latest
container_name: bentopdf
restart: unless-stopped
ports:
- '8888:8080'
```
Nachher:
```yaml
services:
bentopdf:
image: ghcr.io/alam00000/bentopdf-simple:latest
container_name: bentopdf
restart: unless-stopped
networks: [honeybar] # statt ports:
networks:
honeybar:
external: true # legt der Einsetzer-Stapel an
```
Zwei Änderungen, mehr nicht:
1. **`ports:` fällt weg.** Die App braucht kein Loch nach außen mehr — der
Einsetzer spricht sie im Docker-Netz unter ihrem Namen an (`bentopdf:8080`;
die `8080` ist der Port *im* Behälter und bleibt, die `8888` war nur die
Klinke an der Außenseite). Ginge Pangolin weiter direkt auf die App, wäre der
Einsetzer umgangen und die Leiste fehlte. Zum Nachsehen darf ein `ports:`
ruhig stehen bleiben — dann hast du zwei Wege: direkt ohne Leiste, über
Pangolin mit.
2. **Das Netz `honeybar` dazu.** Es entsteht im Einsetzer-Stapel; hier wird es
nur als `external` mitbenutzt. Deshalb jenen Stapel zuerst starten.
Dazu noch zwei Zeilen im Einsetzer (`$ziel` und `$appid`) und in Pangolin die
Ressource von der App auf `leiste:80` umstellen. Fertig.
#### Was es kostet
Nicht viel, aber nicht nichts:
- **Ein Ausfallpunkt mehr.** Ist der Einsetzer weg, sind die Apps dahinter weg —
nicht nur ihre Leiste. `restart: unless-stopped` ist deshalb Pflicht; ein
nginx, der nur durchreicht, fällt praktisch nie aus.
- **Eine Stelle mehr zum Pflegen.** Je App zwei Zeilen, und beim Umbenennen
einer Adresse muss man daran denken.
- **Ein Sprung mehr im Netz.** Im selben Docker-Netz nicht messbar.
- **Nicht jede App muss dahinter.** Was ohne Leiste laufen soll, zeigt in
Pangolin weiter direkt auf die App. Das entscheidest du je App.
**Fertige Beispiele:**
- [`beispiele/bentopdf/`](beispiele/bentopdf/) — ein Dienst, alles über die
eigene Adresse. Geprüft mit `ghcr.io/alam00000/bentopdf-simple`, das eine
strenge CSP und COEP mitbringt: Leiste, Apps und Wetter erscheinen, ohne dass
an dessen Kopfzeilen etwas geändert wird.
- [`beispiele/mehrere-apps/`](beispiele/mehrere-apps/) — **HoneyOS und ein
Einsetzer für beliebig viele Dienste in einem Stapel.** Zwei Tabellen oben in
der Datei sagen, welcher Name zu welchem Behälter gehört und welche App das
für HoneyOS ist; eine neue App sind zwei Zeilen. Die Leiste hebt die aktuelle
App hervor, sobald `$appid` der `id` in der App-Liste entspricht — genau wie
in Aether und InkNote. Am Host erkennt nginx, welcher
Dienst gemeint ist; eine neue App sind zwei Zeilen in den Tabellen oben in
`leiste.conf`. Das ist der Aufbau, den man haben will, sobald es mehr als ein
Nicht ein Behälter je App, und nicht HoneyOS getrennt davon gepflegt.
Das Netz `honeybar` legt dieser Stapel selbst an, unter festem Namen. Die
fremden Dienste treten ihm bei (`networks: [default, honeybar]` und
`honeybar: {external: true}`); ihre eigenen `ports:` können dann ganz weg,
erreichbar ist nur noch der Einsetzer. Deshalb diesen Stapel zuerst starten. Ein Host, der in der Tabelle fehlt, bekommt **404** statt einer
geratenen Weiterleitung — sonst wird aus einem Tippfehler in Pangolin eine
stille Umleitung irgendwohin. WebSocket-Verbindungen (Uptime Kuma, Dashboards,
alles mit Live-Anzeige) gehen durch, dafür sorgt `upgrade.conf`.
**Nur Pangolin davor?** Traefik kann Antwortkörper nicht von sich aus ändern;
dafür bräuchte es ein Plugin. Der kürzere Weg ist ein kleiner nginx *zwischen*
Pangolin und der App, der nichts tut außer einsetzen:
```yaml
leiste:
image: nginx:alpine
restart: unless-stopped
volumes: [./leiste.conf:/etc/nginx/conf.d/default.conf:ro]
# Pangolin zeigt jetzt hierher statt direkt auf die App.
```
Geprüft mit BentoPDF: Es schickt keine CSP, also genügen `proxy_pass`,
`Accept-Encoding ""` und die `sub_filter`-Zeile — die CSP-Zeilen oben braucht
nur, wessen App selbst eine schickt.
**Was dabei zu erwarten ist:**
- **Das Layout der fremden App kennt die Leiste nicht.** Rechnet sie mit
`100vh`, wird die Seite um 32 px zu hoch (Bildlaufleiste) — ihr CSS lässt
sich nicht anpassen wie das eigene. Dann hilft `data-push="none"`: Die Leiste
legt sich darüber, statt zu schieben. Verdeckt dafür die oberste Zeile.
- **Apps mit eigener Kopfleiste** sehen doppelt belegt aus. Geschmackssache.
- **Anmeldeseiten, iframes, Downloads** bekommen die Leiste ebenfalls, soweit
sie HTML sind. `sub_filter` unterscheidet das nicht.
- **Andere Proxys:** Caddy braucht ein Zusatzmodul (`replace-response`),
Traefik ein Plugin für den Antwortkörper. nginx kann es ohne Erweiterung.
## Wer ist wo angemeldet
Das Feld **Wer-bin-ich** ist der Pfad, unter dem eine App „wer bin ich" beantwortet
(relativ zur Adresse oder absolut). Aus der Antwort wird der Anzeigename gefischt —
`display_name`, `displayName`, `name`, `username`, auch verschachtelt unter `user`.
Gelesen wird das an zwei Stellen, und die verhalten sich **unterschiedlich**:
1. **Die Leiste in der App** fragt ihre eigene App. Gleicher Ursprung → funktioniert
sofort, ohne Änderung an Aether oder InkNote.
2. **Der Desktop auf `os.…`** fragt über die Domaingrenze. Dafür muss die App diesen
Ursprung erlauben:
- InkNote: `ALLOWED_ORIGINS=https://os.honeyy.duckdns.org`
- Aether: CORS mit `Access-Control-Allow-Credentials` — noch nicht vorhanden
Fehlt das, bleibt die Anzeige leer und sonst passiert nichts.
**Voraussetzung:** alle Adressen unter derselben Domain (`*.honeyy.duckdns.org`). Sonst
behandelt der Browser sie als fremde Site und schickt die Sitzung gar nicht erst mit.
## Entwickeln
```bash
docker compose -f docker-compose.dev.yml up -d --build # → http://localhost:8088
go test ./... # Anmeldeablauf, CSRF, Prüfungen
```
Der Dev-Betrieb läuft **ohne Anmeldung**. Die Oberfläche steckt per `go:embed` im Binary —
nach Änderungen an `web/` also neu bauen, ein Reload allein genügt nicht.
```
main.go Konfiguration, Routen, statische Auslieferung
auth.go OIDC mit PKCE, Sitzungscookie, CSRF
store.go die JSON-Datei: Apps, Nutzer, Einstellungen
auth_test.go falscher OIDC-Anbieter — der ganze Anmeldeweg im Test
web/ index.html · style.css · os.js · honeybar/ · looks/
```
Die Tests fahren einen echten OIDC-Anbieter mit eigenem Schlüssel hoch und gehen den Weg
einmal ganz durch. Wenn die grün sind, liegt ein Anmeldeproblem am Anbieter oder an der
Konfiguration, nicht am Code.
## Bauen und schieben
```bash
./build.sh # Tag kommt aus `const Version` in main.go, dazu :latest
./build.sh 1.0-test # abweichender Tag, falls nötig
```
**Die Version steht an genau einer Stelle:** `const Version` in `main.go`.
`build.sh` liest sie von dort, die Oberfläche holt sie über `/api/public`. Vorher
stand sie zusätzlich in `os.js` — dann hiess das Image 0.4 und der Schreibtisch
zeigte 0.2.
**Wann sie steigt (Marcs Regel, 25.08.2026): nicht bei jeder Kleinigkeit.**
Sonst steht in zwei Wochen 0.30 da, und die Zahl sagt nichts mehr — eine
Versionsnummer soll unterscheidbare Stände benennen, nicht Arbeitsschritte
zählen.
- **Steigt:** neue Fähigkeit, geänderte Bedienung, neuer Pfad oder neue
Einstellung — alles, wofür man wissen will, ob der Server es schon kann.
- **Steigt nicht:** Fehlerbehebung an frisch Gebautem, Feinschliff am Aussehen,
Text, Dokumentation, Aufräumen.
Das Abbild wird trotzdem gebaut und geschoben — nur unter demselben Tag und
`:latest`. Wer wissen will, was genau läuft, schaut in `git log`; dafür ist die
Versionsnummer zu grob.
## Grenzen, die man kennen sollte
- **Die Lampe an der Kachel ist kein Health-Check.** Bei einer fremden Domain darf der
Browser nur sehen, *dass* geantwortet wurde. Ein 500er sähe aus wie „online".
- **Die App-Liste ist für alle gleich.** Wer angemeldet ist, darf sie ändern — das ist für
eine Handvoll Konten gewollt und wäre für mehr Leute zu wenig.
- **Ein Angemeldeter kann jede Adresse eintragen.** Der Server prüft nur, dass es eine
http(s)-Adresse ist. Das ist zugleich die CORS-Freigabe der Leiste, also nicht
gedankenlos etwas Fremdes eintragen.
## Was als Nächstes ansteht
1. **CORS in Aether** für `os.…`, damit der Desktop den Anmeldestand sehen kann.
2. **Überall abmelden** in der Leiste — braucht pro App den CSRF-Weg zum Logout.
3. **Fenster mit Inhalt** statt nur Verweisen: „letzte Dateien", „letzte Notizen".