# Ideen und Reihenfolge Was noch kommen könnte, in der Reihenfolge, in der es aufeinander aufbaut. Nichts davon ist beschlossen — beschlossen ist, was im [README](README.md) steht. Grundsatz für alles hier: **Fundament zuerst, dann ein Widget, dann ausbauen.** Nicht zehn Fenster auf einmal planen, sondern eines bauen und sehen, ob man wirklich hinschaut. --- ## 1 · Fundament Ohne diese Stücke ist alles danach nicht möglich. Reihenfolge nach dem Verhältnis von Aufwand zu spürbarer Wirkung. ### 1.1 Die Leiste trägt deine Röhre **Das größte Gefühl für den kleinsten Eingriff.** Heute ist `honeybar.js` fest bernsteinfarben — auch wenn dein Schreibtisch auf grün steht. Genau dieser Bruch lässt die Leiste wie etwas Angeklebtes wirken statt wie Teil eines Systems. Die Einstellungen liegen seit 24.08. serverseitig. Liest die Leiste sie mit, gilt: Röhre in InkNote auf grün stellen → Schreibtisch, Aether und jede weitere App ziehen mit, weil es dieselbe Einstellung an derselben Stelle ist. Zu tun: die fest eingetragenen Farbwerte im Shadow DOM durch dieselben `--p*`-Variablen ersetzen, die `style.css` schon benutzt, und beim Start `/api/me` mitnehmen (holt die Leiste ohnehin schon für den Namen). ### 1.2 Systemmenü im Logo Das `■ HONEYOS` links ist heute nur ein Link zum Schreibtisch. Wie ein Apfel-Menü gehören darunter: Schreibtisch · Einstellungen · Abmelden. Dann sind die HoneyOS-Sachen aus jeder App heraus erreichbar, ohne sie zu verlassen. Die Einstellungen sind derselbe Inhalt wie auf dem Schreibtisch — sie liegen im Server, also stimmt beides automatisch überein. ### 1.3 App-Schublade mit Symbolen **Die Idee:** ein Knopf, der eine Übersicht aller Apps aufklappt — mit Symbol. Die Liste kommt aus HoneyOS. Eine neue App trägt man einmal ein und sie taucht überall auf, ohne dass eine App angefasst wird. **Stand:** Die Hälfte steht. `honeybar.js` holt die Liste aus `/api/apps`, bringt seine Sitzung mit und hat ein Aufklappmenü. Es fehlt die Darstellung als Raster mit Symbolen — heute sind es Textknöpfe. Bei zwei Apps geht das noch, ab vier wird es eng, am Handy sofort. **Der eigentliche Punkt: die Symbole.** Das Pixelraster lebt in `os.js` (`GLYPHS`), die Leiste kennt es nicht. Zwei Wege: - **Pixelglyphen teilen** — `GLYPHS` + `glyphSvg()` in eine eigene Datei, die Desktop und Leiste beide laden. Kein Upload, kein Speicher, passt zum Look. Nachteil: nur die eingebauten Symbole. - **Echte Bilder** — pro App eine Bildadresse oder ein Upload in HoneyOS. Flexibler, aber: Speicher, Größenbegrenzungen, Auslieferung, und der Retro-Look bekommt bunte Fremdkörper. → **Empfehlung: Pixelglyphen teilen.** Bilder später nachrüsten, falls je eine App dabei ist, für die kein Symbol passt. ### 1.4 CORS in Aether Damit der Desktop Aether überhaupt etwas fragen darf. Aethers Sitzung ist ein Cookie, und weil alles unter derselben Domain liegt, schickt der Browser es schon heute mit — es fehlt allein die Freigabe im Go-Backend (`Access-Control-Allow-Origin` für `os.…` plus `Allow-Credentials`). Kleiner Eingriff, aber **die Voraussetzung für jedes Aether-Widget** und nebenbei auch für die Anmeldeanzeige auf der Kachel. ### 1.5 InkNote: Sitzung zusätzlich als Cookie InkNote weist sich mit einem Bearer-Token aus, der im localStorage liegt. Der ist **pro Domain** — von `os.…` aus grundsätzlich unerreichbar, und daran ändert keine Konfiguration etwas. Solange das so bleibt, kann HoneyOS **keine InkNote-Daten anzeigen**. Der Weg wäre, dass InkNote seine Sitzung zusätzlich als `HttpOnly`-Cookie setzt; der Token-Weg kann daneben bleiben, damit PWA und Offline-Betrieb unangetastet sind. Erledigt zugleich den Token-Schlüssel (siehe „Offene Entscheidungen"). ### 1.6 Widget-Rahmen Ein Fenstertyp, der einen Inhalt holt, ihn anzeigt und sich benimmt, wenn es schiefgeht: lädt gerade, nichts da, nicht angemeldet, Fehler. Einmal richtig gebaut, kostet jedes weitere Widget danach fast nichts. Muss in **beiden Betriebsarten** funktionieren — im Desktop als Fenster, im Terminal als Kachel. ## 2 · Erste Widgets Eines bauen, benutzen, dann entscheiden. - **Letzte Dateien** (Aether) — die naheliegendste; braucht nur 1.2 - **Speicherplatz** (Aether) — eine Zahl, ein Balken, billig zu bauen - **Letzte Notizen** (InkNote) — braucht 1.3, kommt also später → Anfangen mit **letzte Dateien**. Wenn du danach merkst, dass du morgens wirklich draufschaust, lohnt der Rest. Wenn nicht, war es ein Abend. --- ## 3 · Ausbau - Welche Widgets wo liegen, **pro Nutzer im Server** merken — die Einstellungen liegen ohnehin schon dort, das ist eine Erweiterung, kein Neubau - Widgets im Terminal-Modus - Suche über alle Apps hinweg (erst sinnvoll, wenn mehrere APIs angebunden sind) - Symbole frei auf dem Schreibtisch ablegen statt in einer Spalte - Fensterpositionen überleben den Moduswechsel --- ## Offene Entscheidungen ### Wie sichtbar darf die Leiste sein? **Der Zwiespalt:** Die Zeile steht im HTML der App, also ist die Leiste bei *jedem* Aufruf da — auch wenn man die Cloud einfach direkt öffnet und mit HoneyOS gerade nichts zu tun hat. 32 px, dauerhaft, in einer App, die man auch für sich allein benutzt. Am Handy in einer installierten PWA wiegt das schwerer als am großen Schirm. Möglichkeiten, von viel nach wenig Platz: | | Platz | Gefühl | |---|---|---| | volle Leiste | 32 px immer | am ehesten „OS" | | schmaler Streifen, klappt bei Berührung auf | 4 px | immer erreichbar, nie im Weg | | nur ein Eckknopf | ~0 | praktisch, aber keine Leiste mehr | | `data-push="none"` (liegt darüber) | 0 im Layout | verdeckt die Kopfzeile der App | | ganz aus | 0 | schon eingebaut („leiste ausblenden") | → **Vorschlag: am Rechner die volle Leiste, am Handy der schmale Streifen.** Als Einstellung, nicht fest verdrahtet — dann lässt sich die Meinung ändern, ohne etwas neu zu bauen. **Wichtig für die Entscheidung:** Das ist keine Einbahnstraße. In den Apps steht nur ein Verweis; das Verhalten der Leiste liegt zentral in HoneyOS. Aussehen, Höhe, Auto-Verstecken, Abschaffen — alles eine Änderung an einer Stelle, ohne Aether oder InkNote neu zu bauen. → **Erst in einer App einbauen, eine Woche benutzen, dann entscheiden.** Nicht in beide gleichzeitig. ### Token-Schlüssel behalten oder löschen? **Empfehlung: löschen.** Gründe: 1. Er wirkt nur an einer von zwei Stellen — in der Leiste ja, auf dem Desktop nie. Das ist schwer zu erklären und noch schwerer zu merken. 2. Er bringt allein die Namensanzeige. Kein Funktionsunterschied. 3. Sobald 1.3 gebaut ist, ist er ohnehin überflüssig. 4. **Scharfe Kante:** Das Feld „Wer-bin-ich" darf auch eine vollständige fremde Adresse sein. Steht dort etwas Fremdes *und* ein Token-Schlüssel, schickt die Leiste den InkNote-Token dorthin. Das setzt voraus, dass jemand Angemeldetes das selbst einträgt — bei einer Ein-Personen-Instanz also kein akuter Notstand, aber eine Falle, die niemand braucht. Wird er doch behalten, gehört mindestens eingebaut: **mit Token-Schlüssel nur relative Pfade zulassen**, damit ein Ausweis nie an einen fremden Ursprung geht. Drei Zeilen. ### Ideen hier oder als Gitea-Issues? Vorerst hier. Issues erst, wenn etwas konkret als Nächstes drankommt und der Fortschritt verfolgt werden soll — dann eines pro Punkt, mit Verweis hierher. --- ## Bewusst nicht geplant Damit es nicht alle paar Monate neu diskutiert wird: - **Apps in iframes einbetten.** Aether (`X-Frame-Options: DENY`) und InkNote (`helmet()`) verbieten es beide von sich aus, und das aus gutem Grund. Es würde Clickjacking-Schutz, PWA-Installierbarkeit und InkNotes Offline-Betrieb kosten. Widgets zeigen **Daten**, die Apps bleiben in ihrem eigenen Tab. - **Das Skript wird mit `defer` eingebunden.** Ohne wartet der Seitenaufbau der App darauf. Ist HoneyOS langsam oder aus, dürfte eine Zierleiste den Start von Aether nicht verzögern. - **Der Weg aufs Handy bleibt ein normaler Link.** Android öffnet die installierte PWA, wenn die Adresse in ihren Bereich fällt — das funktioniert heute und darf nicht durch JavaScript-Navigation oder Rahmen kaputtgemacht werden. - **HoneyOS speichert keine Inhalte.** Keine Dateien, keine Notizen, keine Kopien. Es zeigt, was die Apps hergeben, und hört da auf. - **Keine Rechteverwaltung.** Die App-Liste gilt für alle Angemeldeten. Für eine Handvoll eigene Konten gewollt; wäre es je mehr, müsste das neu gedacht werden.