# HoneyOS Ein Retro-Schreibtisch vor den eigenen Apps. Amber-CRT, Boot-Log, zwei Betriebsarten, Anmeldung über den eigenen OIDC-Anbieter — und dieselbe HoneyBar zum Einhängen in die Apps. **Was es ist:** eine Oberfläche davor. Jede App bleibt ihre eigene PWA auf ihrer eigenen Domain mit ihrer eigenen Anmeldung. HoneyOS ist der Startpunkt, der Umschalter und die gemeinsame HoneyBar — **kein Rahmen, der die Apps einsperrt** (kein iframe). **Wo der Zustand liegt:** im Server. Die App-Liste gilt für alle, die Einstellungen gehören je Nutzer — deshalb sieht dein HoneyOS auf jedem Gerät gleich aus, an dem du angemeldet bist. Der Browser hält dieselben Einstellungen nur als Vorschuss, damit die Röhre beim Laden nicht in der falschen Farbe aufflackert. ## Betrieb ```bash mkdir -p /srv/honeyos && chown 1000:1000 /srv/honeyos cp .env.example .env # PUBLIC_URL, SESSION_SECRET, OIDC-Zugang docker login gitea.honeyy.duckdns.org docker compose pull && docker compose up -d ``` Zu sichern ist genau eine Datei: `${HONEYOS_DATA_DIR}/honeyos.json`. Darin stehen die Apps und die Einstellungen je Nutzer. Sichere sie zusammen mit der `.env` — ohne `HONEYOS_SESSION_SECRET` müssen sich alle neu anmelden, mehr passiert aber nicht. `/healthz` antwortet mit `ok`. Hinter deinem Reverse Proxy braucht es nichts Besonderes, außer dass `X-Forwarded-Proto: https` durchkommt — sonst setzt HoneyOS das Sitzungscookie ohne `Secure`. ## Anmeldung — zwei Wege, einer davon reicht **A · Ein Proxy davor macht die Tür** (Pangolin, Authelia, …). Dann in der `.env`: ```dotenv HONEYOS_PROXY_AUTH=true # HONEYOS_USER_HEADER=Remote-User # optional, trennt die Einstellungen je Nutzer ``` HoneyOS fragt dann nicht noch einmal — kein zweiter Anmeldeschirm. **Der Container darf in diesem Betrieb nur über den Proxy erreichbar sein**, denn er prüft selbst nichts mehr. **B · HoneyOS meldet selbst an**, mit eigenem Anmeldeschirm über deinen OIDC-Anbieter. In PocketID einen Client anlegen und als Rückrufadresse **exakt** `/api/auth/callback` eintragen. HoneyOS schickt PKCE mit, braucht aber trotzdem ein Client-Geheimnis — also **keinen „public client"**. ```dotenv HONEYOS_SESSION_SECRET=… # openssl rand -hex 32 HONEYOS_OIDC_ISSUER=https://id.example.com HONEYOS_OIDC_CLIENT_ID=honeyos HONEYOS_OIDC_CLIENT_SECRET=… HONEYOS_BUTTON_LABEL=Anmelden mit PocketID ``` Wer nicht angemeldet ist, sieht nur den Anmeldeschirm — keine App-Liste, keine Namen. Die Sitzung ist ein signiertes Cookie ohne Gegenstück im Server: ein Neustart wirft niemanden hinaus. Sie hält 30 Tage. **Weder A noch B** heißt: offen für jeden. Sagt beim Start deutlich, dass das nur zum Entwickeln taugt. ## Wenn HoneyOS auf einer anderen Site liegt als die Apps Der Browser behandelt `honeyos.duckdns.org` und `cloud.honeyy.duckdns.org` als **fremde Sites** — `duckdns.org` steht auf der Public-Suffix-Liste, die gemeinsame Endung zählt also nicht. Folge: Bei der Anfrage aus einer App heraus schickt der Browser die HoneyOS-Sitzung **nicht** mit. Damit die HoneyBar trotzdem eine App-Liste bekommt: ```dotenv HONEYOS_APPS_KEY=… # openssl rand -hex 16 ``` und derselbe Wert im Skript-Tag der App: ```html ``` Der Schlüssel steht damit in der App, die ohnehin nur Berechtigte sehen. Ohne ihn antwortet `/api/apps` mit 401 — auch im Proxy-Betrieb, gerade weil dieser Pfad im Proxy von der Anmeldung befreit sein muss. Zweite Schranke, unabhängig davon: HoneyOS gibt die Liste nur an Ursprünge heraus, die **selbst als App eingetragen** sind. Eine fremde Seite scheitert also an CORS, selbst mit richtigem Schlüssel. **Was auf zwei Sites nicht geht:** der Anmeldestand auf den Kacheln des Schreibtischs (fragt über die Domaingrenze). Der Name *in der HoneyBar* geht weiterhin — den holt sie bei der App selbst, gleicher Ursprung. Liegen alle Adressen unter derselben Domain (`os.honeyy…`, `cloud.honeyy…`), entfällt der Schlüssel und alles funktioniert ohne Einschränkung. ## Apps anlegen **In der Oberfläche**, nicht in der `.env`: *Einstellungen → Programme* oder die Kachel „+ app hinzufügen". Pro App: | Feld | wofür | |---|---| | ID | klein, ohne Leerzeichen — muss zu `data-app` der HoneyBar passen | | Name, Untertitel | Beschriftung auf Kachel und Symbol | | Adresse | wohin der Start springt | | Symbol | cloud · note · box · chip · folder · gear · globe · disk | | Taste | Zifferntaste im Terminal-Modus | Gespeichert wird die Liste als Ganzes; der Server prüft sie noch einmal und antwortet mit dem, was er wirklich behalten hat. Eine Adresse ohne `https://` kommt als Fehlermeldung zurück, nicht als kaputter Eintrag. ## Zwei Betriebsarten, ein Datenstand | | Terminal-Modus | Desktop-Modus | |---|---|---| | Apps | Kacheln nebeneinander | Symbole auf der Fläche, Doppelklick öffnet | | Fenster | Dialog in der Mitte | verschiebbar, minimierbar | | unten | Statuszeile mit Tastenhinweisen | Taskleiste mit Startmenü | Umschalten mit **`M`**, über *Einstellungen → Betriebsart* oder im Startmenü. Gleich bleiben in beiden: Menüleiste, Palette, Einstellungen, App-Liste. **Tasten:** `1` `2` App starten · `M` Betriebsart · `S` Einstellungen · `?` Hilfe · `Esc` schließt Startmenü, oberstes Fenster oder Dialog — in dieser Reihenfolge. ## Wetter Ein Pixelsymbol mit der Temperatur — wahlweise auf dem Schreibtisch, in der HoneyBar, in beidem oder nirgends. Zwei getrennte Schalter unter *Einstellungen → Wetter*, weil das zwei verschiedene Orte sind: Wer es beim Arbeiten in einer App sehen will, will es nicht zwangsläufig auch auf einer Seite, die er selten aufruft. Die Stadt wird dort einmal gesucht und **mit ihren Koordinaten** gespeichert; sonst müsste jede Abfrage den Ort erneut suchen — zwei Anfragen nach draußen statt einer. Ohne Stadt bleibt das Wetter aus. **Der Server holt es, nicht der Browser.** Die HoneyBar steht auf jeder Seite jeder App: Fragte sie selbst beim Wetterdienst an, ginge bei jedem Seitenaufruf aus jeder App eine Anfrage samt IP dorthin, und die CSP jeder App müsste den fremden Ursprung erlauben. So sieht der Dienst einen Server. Die Antwort gilt zehn Minuten — das Wetter ändert sich langsamer, als Seiten neu geladen werden. Verwendet wird [Open-Meteo](https://open-meteo.com): kein Zugangsschlüssel, kein Konto, nichts einzurichten. Ist der Dienst nicht erreichbar oder das Gerät offline, verschwindet das Symbol — lieber keins als eine Zahl von gestern. Ändern lässt sich die Stadt nur auf dem Schreibtisch; ein Klick auf das Symbol in der HoneyBar führt dorthin. Die HoneyBar liest über den Schlüssel und darf nichts schreiben. ## Die HoneyBar in deine Apps bringen Es gibt zwei Wege, und welcher gilt, hängt an einer einzigen Frage: **Kannst du den Quelltext der App ändern?** | | Weg 1 — selbst geschrieben | Weg 2 — fertig bezogen | |---|---|---| | Beispiele | Aether, InkNote | BentoPDF, Uptime Kuma, alles aus einem Image | | Einbau | die App lädt die HoneyBar selbst | ein nginx davor setzt sie ein | | Umstellen | eine Zeile in der `.env` | zwei Zeilen in der Proxy-Tabelle | | Layout | passt sich an (`--honeybar-h`) | bleibt, wie die App es macht | Beide Wege ergeben dieselbe HoneyBar; die App-Liste, die Farben und das Wetter kommen ohnehin aus HoneyOS. ### Weg 1 — Apps, die du selbst schreibst Eine Zeile im HTML der App: ```html ``` `defer` ist nicht optional: ohne wartet der Seitenaufbau der App auf das Skript. Ist HoneyOS langsam oder aus, soll die HoneyBar den Start von Aether nicht bremsen. **Aether und InkNote machen es einen Schritt anders — und das ist die bessere Art:** Sie laden die HoneyBar zur *Laufzeit*, die Adresse kommt aus ihrer eigenen `.env` (`HONEYBAR_ORIGIN`) über einen kleinen Endpunkt der App. Der Grund ist Erfahrung: Ein fertiges Abbild wird gezogen, nicht gebaut — was beim Bauen ins HTML geschrieben wird, lässt sich hinterher nicht mehr ändern. Und der Service Worker einer PWA hebt ganze Antworten auf, samt Kopfzeilen; eine ins HTML eingefrorene Adresse überlebt dort jede Konfigurationsänderung. `data-app` ist die ID aus der App-Liste. Die Liste holt sich die HoneyBar selbst von `/api/apps` — mit deiner HoneyOS-Sitzung, weil alle Adressen unter derselben Domain liegen. **Freigegeben sind nur die Ursprünge, die selbst als App eingetragen sind**: die App-Liste ist zugleich ihre eigene CORS-Freigabe. Sie rendert in einem **Shadow DOM**: Tailwind (Aether) und die InkNote-Palette kommen nicht hinein, ihre Stile nicht hinaus. Sie schiebt den Seiteninhalt um 32 px nach unten (`data-push="none"` legt sie stattdessen darüber). Rechnet die App mit voller Höhe: ```css .app-shell { height: calc(100vh - var(--honeybar-h, 0px)); } ``` Vorschau ohne Einbau: `/honeybar/demo.html`. ### Weg 2 — fertige Apps: ein Einsetzer davor Für Werkzeuge, die man **nicht selbst geschrieben hat**, gibt es keinen `'; } ``` Dazu muss der Ursprung dieser App **in HoneyOS als App eingetragen** sein — die Liste ist zugleich die CORS-Freigabe. **Auf den Ursprung genau**: `localhost` und `127.0.0.1` sind für den Browser zwei verschiedene, ebenso `http` und `https` oder ein abweichender Port. Passt er nicht, erscheint die HoneyBar mit leerer App-Liste und in der Konsole steht ein CORS-Fehler. **Warum `style-src 'unsafe-inline'`:** Die HoneyBar bringt ihre Stile mit, im Shadow DOM. Eine strenge CSP verbietet die — gemessen: die HoneyBar erscheint, aber schwarz auf schwarz, ohne Röhre. Das ist eine echte Abschwächung der CSP dieser App; viele fertige Werkzeuge brauchen `unsafe-inline` ohnehin für sich selbst, aber wissen sollte man es. (Auflösbar, indem die HoneyBar ihre Stile als eigene Datei ausliefert — steht in [IDEAS.md](IDEAS.md).) **Apps mit COEP** (alles mit WASM oder SharedArrayBuffer — BentoPDF etwa) lehnen fremde Dateien ab, die sich nicht zur Einbettung bekennen. HoneyOS liefert die HoneyBar deshalb mit `Cross-Origin-Resource-Policy: cross-origin` aus. Ohne das erscheint dort keine HoneyBar, und in der Konsole steht nur `ERR_BLOCKED_BY_RESPONSE.NotSameOriginAfterDefaultedToSameOriginByCoep`. Das COEP der App bleibt dabei unangetastet — ihre eigenen Fähigkeiten also auch. **Zwei Bauarten.** Die zweite ist die bessere, sobald die App eine eigene CSP schickt — und das tun die meisten: | | Skript von HoneyOS | Skript über die eigene Adresse | |---|---|---| | CSP der App | muss ersetzt werden | **unangetastet** (`'self'` genügt) | | CORS | Ursprung muss eingetragen sein | entfällt | | COEP der App | braucht `Cross-Origin-Resource-Policy` | entfällt | | `HONEYOS_APPS_KEY` | steht im Quelltext der Seite | **bleibt auf dem Server** | | Aufwand | eine `sub_filter`-Zeile | drei `location`-Blöcke | Bei der zweiten reicht der Einsetzer auch `/honeybar/` und die zwei Abfragen der HoneyBar durch, unter *seiner* Adresse. Für den Browser ist damit alles derselbe Ursprung, und die drei Hürden fallen auf einmal weg. Durchgereicht werden dabei **nur** `/api/apps` und `/api/weather`, und nur lesend (`limit_except GET`) — ein pauschales `/api/` hinge sonst die ganze HoneyOS-Schnittstelle unter die Adresse der App. #### Was du an der Compose der App änderst Vorher — BentoPDF, wie es aus der Anleitung des Herstellers kommt: ```yaml services: bentopdf: image: ghcr.io/alam00000/bentopdf-simple:latest container_name: bentopdf restart: unless-stopped ports: - '8888:8080' ``` Nachher: ```yaml services: bentopdf: image: ghcr.io/alam00000/bentopdf-simple:latest container_name: bentopdf restart: unless-stopped networks: [honeybar] # statt ports: networks: honeybar: external: true # legt der Einsetzer-Stapel an ``` Zwei Änderungen, mehr nicht: 1. **`ports:` fällt weg.** Die App braucht kein Loch nach außen mehr — der Einsetzer spricht sie im Docker-Netz unter ihrem Namen an (`bentopdf:8080`; die `8080` ist der Port *im* Behälter und bleibt, die `8888` war nur die Klinke an der Außenseite). Ginge Pangolin weiter direkt auf die App, wäre der Einsetzer umgangen und die HoneyBar fehlte. Zum Nachsehen darf ein `ports:` ruhig stehen bleiben — dann hast du zwei Wege: direkt ohne HoneyBar, über Pangolin mit. 2. **Das Netz `honeybar` dazu.** Es entsteht im Einsetzer-Stapel; hier wird es nur als `external` mitbenutzt. Deshalb jenen Stapel zuerst starten. Dazu noch zwei Zeilen im Einsetzer (`$ziel` und `$appid`) und in Pangolin die Ressource von der App auf `honeybar:80` umstellen. Fertig. #### Was es kostet Nicht viel, aber nicht nichts: - **Ein Ausfallpunkt mehr.** Ist der Einsetzer weg, sind die Apps dahinter weg — nicht nur ihre HoneyBar. `restart: unless-stopped` ist deshalb Pflicht; ein nginx, der nur durchreicht, fällt praktisch nie aus. - **Eine Stelle mehr zum Pflegen.** Je App zwei Zeilen, und beim Umbenennen einer Adresse muss man daran denken. - **Ein Sprung mehr im Netz.** Im selben Docker-Netz nicht messbar. - **Nicht jede App muss dahinter.** Was ohne HoneyBar laufen soll, zeigt in Pangolin weiter direkt auf die App. Das entscheidest du je App. **Fertige Beispiele:** - [`beispiele/bentopdf/`](beispiele/bentopdf/) — ein Dienst, alles über die eigene Adresse. Geprüft mit `ghcr.io/alam00000/bentopdf-simple`, das eine strenge CSP und COEP mitbringt: HoneyBar, Apps und Wetter erscheinen, ohne dass an dessen Kopfzeilen etwas geändert wird. - [`beispiele/mehrere-apps/`](beispiele/mehrere-apps/) — **HoneyOS und ein Einsetzer für beliebig viele Dienste in einem Stapel.** Zwei Tabellen oben in der Datei sagen, welcher Name zu welchem Behälter gehört und welche App das für HoneyOS ist; eine neue App sind zwei Zeilen. Die HoneyBar hebt die aktuelle App hervor, sobald `$appid` der `ID` in der App-Liste entspricht — genau wie in Aether und InkNote. Am Host erkennt nginx, welcher Dienst gemeint ist; eine neue App sind zwei Zeilen in den Tabellen oben in `honeybar.conf`. Das ist der Aufbau, den man haben will, sobald es mehr als ein Nicht ein Behälter je App, und nicht HoneyOS getrennt davon gepflegt. Das Netz `honeybar` legt dieser Stapel selbst an, unter festem Namen. Die fremden Dienste treten ihm bei (`networks: [default, honeybar]` und `honeybar: {external: true}`); ihre eigenen `ports:` können dann ganz weg, erreichbar ist nur noch der Einsetzer. Deshalb diesen Stapel zuerst starten. Ein Host, der in der Tabelle fehlt, bekommt **404** statt einer geratenen Weiterleitung — sonst wird aus einem Tippfehler in Pangolin eine stille Umleitung irgendwohin. WebSocket-Verbindungen (Uptime Kuma, Dashboards, alles mit Live-Anzeige) gehen durch, dafür sorgt `upgrade.conf`. **Nur Pangolin davor?** Traefik kann Antwortkörper nicht von sich aus ändern; dafür bräuchte es ein Plugin. Der kürzere Weg ist ein kleiner nginx *zwischen* Pangolin und der App, der nichts tut außer einsetzen: ```yaml honeybar: image: nginx:alpine restart: unless-stopped volumes: [./honeybar.conf:/etc/nginx/conf.d/default.conf:ro] # Pangolin zeigt jetzt hierher statt direkt auf die App. ``` Geprüft mit BentoPDF: Es schickt keine CSP, also genügen `proxy_pass`, `Accept-Encoding ""` und die `sub_filter`-Zeile — die CSP-Zeilen oben braucht nur, wessen App selbst eine schickt. **Was dabei zu erwarten ist:** - **Das Layout der fremden App kennt die HoneyBar nicht.** Rechnet sie mit `100vh`, wird die Seite um 32 px zu hoch (Bildlaufleiste) — ihr CSS lässt sich nicht anpassen wie das eigene. Dann hilft `data-push="none"`: Die HoneyBar legt sich darüber, statt zu schieben. Verdeckt dafür die oberste Zeile. - **Apps mit eigener Kopfleiste** sehen doppelt belegt aus. Geschmackssache. - **Anmeldeseiten, iframes, Downloads** bekommen die HoneyBar ebenfalls, soweit sie HTML sind. `sub_filter` unterscheidet das nicht. - **Andere Proxys:** Caddy braucht ein Zusatzmodul (`replace-response`), Traefik ein Plugin für den Antwortkörper. nginx kann es ohne Erweiterung. ## Wer angemeldet ist Steht auf dem Schreibtisch, als eigenes Widget: Bild, Name und Begrüßung, aus der HoneyOS-Anmeldung. In den Apps steht es **nicht** — die HoneyBar dort trägt genau dasselbe wie die Menüleiste hier, sonst merkt man beim Wechsel, dass es zwei verschiedene Leisten sind. Früher konnte jede App einen „Wer-bin-ich"-Pfad und einen Token-Schlüssel mitbringen; die HoneyBar fragte damit die App nach dem Anzeigenamen. Beides ist seit dem 29.08.2026 **entfernt**. Es brachte allein einen Namen, wirkte je nach Domain unterschiedlich, und der Token-Schlüssel hatte eine scharfe Kante: Zeigte das Wer-bin-ich-Feld auf eine fremde Adresse, ging der Ausweis der App dorthin. Wer die Felder in seiner `honeyos.json` noch stehen hat, braucht nichts zu tun — sie werden beim nächsten Speichern still verworfen. ## Wie das Projekt liegt ``` main.go Start, Routen, Handler internal/ config/ was aus der Umgebung kommt store/ die eine JSON-Datei: Apps und Nutzer auth/ wer fragt da? (OIDC, Proxy, offen) weather/ Wetter holen und zehn Minuten behalten web/ index.html css/style.css js/core.js Zustand, Server, Einstellungen, Kleinkram js/glyphs.js die Pixelsymbole js/os.js die beiden Ansichten, Fenster, Dialoge js/widgets/ ein Widget je Datei honeybar/ die HoneyBar für fremde Seiten — bewusst eine Datei ``` Die HoneyBar bleibt absichtlich **eine** Datei ohne Importe: Sie wird von fremden Seiten mit einer Zeile eingebunden, da darf nichts nachladen. ## Entwickeln ```bash docker compose -f docker-compose.dev.yml up -d --build # → http://localhost:8088 go test ./... # Anmeldeablauf, CSRF, Prüfungen ``` Der Dev-Betrieb läuft **ohne Anmeldung**. Die Oberfläche steckt per `go:embed` im Binary — nach Änderungen an `web/` also neu bauen, ein Reload allein genügt nicht. ``` main.go Konfiguration, Routen, statische Auslieferung auth.go OIDC mit PKCE, Sitzungscookie, CSRF store.go die JSON-Datei: Apps, Nutzer, Einstellungen auth_test.go falscher OIDC-Anbieter — der ganze Anmeldeweg im Test web/ index.html · style.css · os.js · honeybar/ · looks/ ``` Die Tests fahren einen echten OIDC-Anbieter mit eigenem Schlüssel hoch und gehen den Weg einmal ganz durch. Wenn die grün sind, liegt ein Anmeldeproblem am Anbieter oder an der Konfiguration, nicht am Code. ## Bauen und schieben ```bash ./build.sh # Tag kommt aus `const Version` in main.go, dazu :latest ./build.sh 1.0-test # abweichender Tag, falls nötig ``` **Die Version steht an genau einer Stelle:** `const Version` in `main.go`. `build.sh` liest sie von dort, die Oberfläche holt sie über `/api/public`. Vorher stand sie zusätzlich in `os.js` — dann hiess das Image 0.4 und der Schreibtisch zeigte 0.2. **Wann sie steigt (Marcs Regel, 25.08.2026): nicht bei jeder Kleinigkeit.** Sonst steht in zwei Wochen 0.30 da, und die Zahl sagt nichts mehr — eine Versionsnummer soll unterscheidbare Stände benennen, nicht Arbeitsschritte zählen. - **Steigt:** neue Fähigkeit, geänderte Bedienung, neuer Pfad oder neue Einstellung — alles, wofür man wissen will, ob der Server es schon kann. - **Steigt nicht:** Fehlerbehebung an frisch Gebautem, Feinschliff am Aussehen, Text, Dokumentation, Aufräumen. Das Abbild wird trotzdem gebaut und geschoben — nur unter demselben Tag und `:latest`. Wer wissen will, was genau läuft, schaut in `git log`; dafür ist die Versionsnummer zu grob. ## Grenzen, die man kennen sollte - **Die Lampe an der Kachel ist kein Health-Check.** Bei einer fremden Domain darf der Browser nur sehen, *dass* geantwortet wurde. Ein 500er sähe aus wie „online". - **Die App-Liste ist für alle gleich.** Wer angemeldet ist, darf sie ändern — das ist für eine Handvoll Konten gewollt und wäre für mehr Leute zu wenig. - **Ein Angemeldeter kann jede Adresse eintragen.** Der Server prüft nur, dass es eine http(s)-Adresse ist. Das ist zugleich die CORS-Freigabe der HoneyBar, also nicht gedankenlos etwas Fremdes eintragen. ## Was als Nächstes ansteht 1. **CORS in Aether** für `os.…`, damit der Desktop den Anmeldestand sehen kann. 2. **Überall abmelden** in der HoneyBar — braucht pro App den CSRF-Weg zum Logout. 3. **Fenster mit Inhalt** statt nur Verweisen: „letzte Dateien", „letzte Notizen".