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Aether/backend/internal/calendar/propfind.go
T
marcandClaude Opus 5 f71ab710e1 feat(calendar): Kalender anlegen, umbenennen, loeschen -- vom Client aus
Bisher konnte ein CalDAV-Client Termine verwalten, aber keine Kalender:

  MKCALENDAR -> 405    anlegen
  PROPPATCH  -> 501    umbenennen, umfaerben
  DELETE     -> 404    loeschen

go-webdav deckt davon nur MKCOL ab, und selbst da verwarf unser Backend
die vom Client gewaehlte Adresse. Alle drei Verben faengt der Handler
jetzt vorher ab (collections.go).

Der Kern steckt aber nicht in den Verben, sondern in der Adresse: Bei
MKCALENDAR sucht *der Client* aus, wo der Kalender liegen soll
("…/calendars/max/arbeit/"). Unsere Kalender lagen bisher zwingend unter
ihrer UUID -- der Client haette angelegt und auf seine eigene Adresse
sofort ein 404 bekommen.

Deshalb Migration 23 mit einer Spalte path_segment: gesetzt = die
gewaehlte Adresse, NULL = es gilt weiterhin die UUID. Bestehende
Kalender bleiben damit unter genau der Adresse erreichbar, unter der die
eingerichteten Geraete sie kennen -- ein Wechsel haette jedes Telefon
dazu gebracht, seine Termine fuer geloescht zu halten. Aufgeloest wird
beides in einer Abfrage (GetCalendarByRef), die gewaehlte Adresse hat
Vorrang.

PROPPATCH antwortet mit einem Status je Eigenschaft, auch wenn alles
geklappt hat: Es kann teilweise gelingen, und ein nacktes 200
verschwiege, welcher Teil angekommen ist. Was wir nicht aendern koennen,
bekommt 403 statt stillem Schlucken -- ein Client, der seine Aenderung
fuer angekommen haelt, ist schlimmer dran als einer mit klarer Absage.
Ebenso eine unlesbare Farbe: absagen statt raten.

DELETE auf eine Sammlung loescht den Kalender mitsamt allen Terminen --
das ist in WebDAV seine Bedeutung.

CalDAV-Selbsttest von 45 auf 62 Pruefungen: anlegen, unter der
gewaehlten Adresse erreichbar, Farbe aus dem MKCALENDAR uebernommen,
Termin darin ablegen und abrufen, zweites Anlegen auf dieselbe Adresse
405, umbenennen und umfaerben mit Status je Eigenschaft, loeschen, danach
404 -- und dasselbe noch einmal ueber MKCOL, das Verb, das DAVx5 nimmt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-06 03:37:41 +02:00

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Go
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package calendar
import (
"bytes"
"context"
"encoding/xml"
"fmt"
"io"
"net/http"
"net/url"
"strconv"
"strings"
"aether/internal/auth"
)
// Zwei Eigenschaften, die jeder verbreitete CalDAV-Client abfragt und die
// go-webdav v0.7.0 nicht kennt:
//
// - getctag (Calendarserver): die billige Frage „hat sich in diesem
// Kalender etwas geändert?". Ohne sie lädt ein Client bei jedem Abgleich
// die Liste aller Termine herunter, um sie zu vergleichen.
// - calendar-color (Apple): die Farbe des Kalenders. Ohne sie zeigt der
// Client ihn in seiner eigenen Vorgabefarbe, und die Farbgebung im
// Telefon hat mit der in der Cloud nichts mehr zu tun.
//
// Die Bibliothek beantwortet in PROPFIND einen festen Satz Eigenschaften und
// bietet keinen Haken, eigene dazuzulegen (server.go, propFindCalendar).
// Deshalb dieser Umweg: Wir nehmen die beiden aus der Anfrage heraus, bevor
// go-webdav sie zu sehen bekommt, und hängen sie der Antwort wieder an.
//
// Warum herausnehmen und nicht einfach anhängen? Weil go-webdav sie sonst
// als „nicht gefunden" meldet und dieselbe Eigenschaft in derselben Antwort
// zweimal stünde – einmal mit 404, einmal mit 200. Was ein Client daraus
// macht, ist Glückssache.
const (
nsCalendarServer = "http://calendarserver.org/ns/"
nsApple = "http://apple.com/ns/ical/"
)
// Ein PROPFIND-Rumpf ist eine Liste leerer Elemente. Alles darüber ist kein
// Abfragerumpf mehr, sondern ein Angriff auf den Arbeitsspeicher.
const maxPropfindBody = 1 << 20
type wantedExtras struct{ ctag, color bool }
func (w wantedExtras) any() bool { return w.ctag || w.color }
// parsePropfind liest, welche der beiden Zusatz-Eigenschaften gefragt sind,
// und baut den Rumpf ohne sie neu auf.
//
// Der Neuaufbau ist verlustfrei, weil in einem PROPFIND ausschließlich leere
// Elemente stehen: Name und Namensraum sind alles, was eine Eigenschaft dort
// ausmacht.
func parsePropfind(body []byte) (want wantedExtras, rewritten []byte) {
// Ein leerer Rumpf bedeutet „alle Eigenschaften" (RFC 4918, 9.1).
if len(bytes.TrimSpace(body)) == 0 {
return wantedExtras{ctag: true, color: true}, body
}
dec := xml.NewDecoder(bytes.NewReader(body))
var (
inProp bool
depth int
keep []xml.Name
)
for {
tok, err := dec.Token()
if err != nil {
break
}
switch t := tok.(type) {
case xml.StartElement:
if t.Name.Space == "DAV:" && t.Name.Local == "allprop" {
return wantedExtras{ctag: true, color: true}, body
}
if !inProp {
if t.Name.Space == "DAV:" && t.Name.Local == "prop" {
inProp, depth = true, 0
}
continue
}
depth++
if depth > 1 {
continue // verschachtelte Inhalte gibt es in PROPFIND nicht
}
switch {
case t.Name.Space == nsCalendarServer && t.Name.Local == "getctag":
want.ctag = true
case t.Name.Space == nsApple && t.Name.Local == "calendar-color":
want.color = true
default:
keep = append(keep, t.Name)
}
case xml.EndElement:
if inProp {
if depth == 0 {
inProp = false
} else {
depth--
}
}
}
}
if !want.any() {
return want, body // nichts zu tun – Rumpf unverändert weiterreichen
}
return want, buildPropfind(keep)
}
func buildPropfind(props []xml.Name) []byte {
var b strings.Builder
b.WriteString(`<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><propfind xmlns="DAV:"><prop>`)
for _, n := range props {
if n.Space == "DAV:" {
fmt.Fprintf(&b, "<%s/>", xmlName(n.Local))
} else {
fmt.Fprintf(&b, "<%s xmlns=\"%s\"/>", xmlName(n.Local), xmlAttr(n.Space))
}
}
// Fragt ein Client *nur* nach unseren beiden Eigenschaften, bliebe hier
// ein leeres <prop> stehen – damit weist go-webdav die Anfrage ab.
// resourcetype kennt jede Ressource und stört keinen Client.
if len(props) == 0 {
b.WriteString("<resourcetype/>")
}
b.WriteString("</prop></propfind>")
return []byte(b.String())
}
// Elementnamen und Namensräume stammen aus fremdem XML und wandern hier
// zurück in XML. Alles, was dort etwas anderes bedeuten könnte, fliegt raus –
// gültige Namen und URIs enthalten davon ohnehin nichts.
func xmlName(s string) string {
return strings.Map(func(r rune) rune {
switch {
case r >= 'a' && r <= 'z', r >= 'A' && r <= 'Z', r >= '0' && r <= '9',
r == '-', r == '_', r == '.':
return r
}
return -1
}, s)
}
func xmlAttr(s string) string {
r := strings.NewReplacer("&", "&amp;", "\"", "&quot;", "<", "&lt;", ">", "&gt;")
return r.Replace(s)
}
// appleColor bringt eine Farbe in die Schreibweise, die Apple-Clients und
// DAVx5 erwarten: #RRGGBBAA. Ohne den Alpha-Anteil zeigen manche Clients
// die Farbe gar nicht an.
func appleColor(hex string) string {
h := normalizeHex(hex)
if h == "" {
return ""
}
return strings.ToUpper(h) + "FF"
}
func extrasPropstat(cal *Calendar, want wantedExtras) string {
var b strings.Builder
if want.ctag {
fmt.Fprintf(&b, `<getctag xmlns="%s">%d</getctag>`, nsCalendarServer, cal.CTag)
}
if want.color {
if c := appleColor(cal.Color); c != "" {
fmt.Fprintf(&b, `<calendar-color xmlns="%s">%s</calendar-color>`, nsApple, c)
}
}
if b.Len() == 0 {
return ""
}
// Mehrere propstat je Antwort sind der Normalfall in WebDAV – so trennt
// go-webdav ohnehin schon gefundene von nicht gefundenen Eigenschaften.
return `<propstat xmlns="DAV:"><prop>` + b.String() +
`</prop><status>HTTP/1.1 200 OK</status></propstat>`
}
// injectExtras hängt jeder Antwort, die einen Kalender beschreibt, unsere
// Eigenschaften an. Antworten für das Home-Set oder für einzelne Termine
// bleiben unangetastet.
func (h *Handler) injectExtras(ctx context.Context, user *auth.User, body []byte, want wantedExtras) []byte {
cals, err := h.store.ListCalendars(ctx, user.ID)
if err != nil {
return body // im Zweifel die Antwort der Bibliothek, unverändert
}
// Nach Pfadsegment, nicht nach UUID: Unter welcher Adresse ein Kalender
// erreichbar ist, entscheidet der Client, wenn er ihn selbst angelegt hat.
byRef := make(map[string]*Calendar, len(cals))
for i := range cals {
byRef[cals[i].Ref()] = &cals[i]
}
const closeTag = "</response>"
parts := strings.Split(string(body), closeTag)
var out strings.Builder
for i, part := range parts {
out.WriteString(part)
if i == len(parts)-1 {
break // hinter dem letzten </response> steht nur noch </multistatus>
}
if cal := calendarOfResponse(part, byRef); cal != nil {
out.WriteString(extrasPropstat(cal, want))
}
out.WriteString(closeTag)
}
return []byte(out.String())
}
// calendarOfResponse findet den Kalender, den ein <response>-Abschnitt
// beschreibt – oder nil, wenn er etwas anderes beschreibt.
func calendarOfResponse(part string, byRef map[string]*Calendar) *Calendar {
start := strings.Index(part, "<href")
if start < 0 {
return nil
}
open := strings.Index(part[start:], ">")
if open < 0 {
return nil
}
rest := part[start+open+1:]
end := strings.Index(rest, "</href>")
if end < 0 {
return nil
}
href := rest[:end]
if p, err := url.PathUnescape(href); err == nil {
href = p
}
ref, objekt, err := parseCalendarPath(href)
if err != nil || objekt != "" {
return nil // Home-Set, Principal oder ein einzelner Termin
}
return byRef[ref]
}
// recorder hält die Antwort der Bibliothek fest, bis feststeht, ob noch
// etwas hineingehört. Nötig, weil die Länge sich ändert und Content-Length
// erst danach stimmt.
type recorder struct {
header http.Header
body bytes.Buffer
status int
}
func (rec *recorder) Header() http.Header { return rec.header }
func (rec *recorder) WriteHeader(code int) {
if rec.status == 0 {
rec.status = code
}
}
func (rec *recorder) Write(p []byte) (int, error) {
if rec.status == 0 {
rec.status = http.StatusOK
}
return rec.body.Write(p)
}
// servePropfind reicht die Anfrage an go-webdav weiter und ergänzt die
// Antwort um die Eigenschaften, die die Bibliothek nicht kennt.
func (h *Handler) servePropfind(w http.ResponseWriter, r *http.Request, user *auth.User) {
body, err := io.ReadAll(io.LimitReader(r.Body, maxPropfindBody))
if err != nil {
http.Error(w, "Bad Request", http.StatusBadRequest)
return
}
want, rewritten := parsePropfind(body)
r.Body = io.NopCloser(bytes.NewReader(rewritten))
r.ContentLength = int64(len(rewritten))
if !want.any() {
h.dav.ServeHTTP(w, r)
return
}
rec := &recorder{header: http.Header{}}
h.dav.ServeHTTP(rec, r)
out := rec.body.Bytes()
if rec.status == http.StatusMultiStatus {
out = h.injectExtras(r.Context(), user, out, want)
}
for k, v := range rec.header {
w.Header()[k] = v
}
w.Header().Set("Content-Length", strconv.Itoa(len(out)))
w.WriteHeader(rec.status)
if _, err := w.Write(out); err != nil {
return
}
}