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Aether/backend/internal/calendar/propfind.go
T
marcandClaude Opus 5 8fdde182b7 feat(calendar): Abgleich nur der Aenderungen (sync-collection, RFC 6578)
Bis hierher holte jeder Durchgang die volle Terminliste: ctag abfragen,
Aenderung sehen, alles neu laden. Eine verschobene Besprechung kostete
damit so viel wie ein Neuanfang -- bei einem Jahr Termine, alle fuenfzehn
Minuten, auf Akku und Datenvolumen des Telefons.

Kein zweiter Zaehler: Das ctag **ist** bereits eine Zahl je Kalender, die
bei jedem Schreiben um eins steigt. Jedes Objekt merkt sich in sync_seq den
Stand, bei dem es zuletzt angefasst wurde (Migration 24).

Grabsteine (cal_tombstones) halten geloeschte UIDs fest -- ohne sie bliebe
ein geloeschter Termin auf jedem Geraet stehen, das gerade nicht verbunden
war. Sie stehen 180 Tage; beim Raeumen wandert sync_floor mit, und ein
Token darunter bekommt 403 <valid-sync-token/> statt einer Antwort mit
fehlenden Loeschungen.

go-webdav kennt fuer REPORT nur calendar-query und calendar-multiget, und
weder sync-token noch supported-report-set. Beide gehen denselben Weg wie
getctag und calendar-color. Ohne supported-report-set probiert DAVx5
sync-collection gar nicht erst aus.

Zwei Fehler noch vor dem Ausliefern gefunden:

* Die Anfuehrungszeichen am ETag standen **innerhalb** der Maskierung --
  xml.EscapeText machte daraus &#34;. Gueltig, aber genug Clients
  vergleichen ETags roh und saehen bei jedem Durchgang eine Aenderung.
* pruneTombstones nahm die erste Zeile eines DELETE ... RETURNING als
  Maximum. Das hat keine Reihenfolge -- der sync_floor waere zu niedrig
  gesetzt worden, und ein Client dazwischen haette Loeschungen verpasst.

caldav-selbsttest.py: 62 -> 86 Pruefungen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-12 00:03:08 +02:00

326 lines
10 KiB
Go
Raw Blame History

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This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.
package calendar
import (
"bytes"
"context"
"encoding/xml"
"fmt"
"io"
"net/http"
"net/url"
"strconv"
"strings"
"aether/internal/auth"
)
// Zwei Eigenschaften, die jeder verbreitete CalDAV-Client abfragt und die
// go-webdav v0.7.0 nicht kennt:
//
// - getctag (Calendarserver): die billige Frage „hat sich in diesem
// Kalender etwas geändert?". Ohne sie lädt ein Client bei jedem Abgleich
// die Liste aller Termine herunter, um sie zu vergleichen.
// - calendar-color (Apple): die Farbe des Kalenders. Ohne sie zeigt der
// Client ihn in seiner eigenen Vorgabefarbe, und die Farbgebung im
// Telefon hat mit der in der Cloud nichts mehr zu tun.
//
// Die Bibliothek beantwortet in PROPFIND einen festen Satz Eigenschaften und
// bietet keinen Haken, eigene dazuzulegen (server.go, propFindCalendar).
// Deshalb dieser Umweg: Wir nehmen die beiden aus der Anfrage heraus, bevor
// go-webdav sie zu sehen bekommt, und hängen sie der Antwort wieder an.
//
// Warum herausnehmen und nicht einfach anhängen? Weil go-webdav sie sonst
// als „nicht gefunden" meldet und dieselbe Eigenschaft in derselben Antwort
// zweimal stünde – einmal mit 404, einmal mit 200. Was ein Client daraus
// macht, ist Glückssache.
const (
nsCalendarServer = "http://calendarserver.org/ns/"
nsApple = "http://apple.com/ns/ical/"
)
// Ein PROPFIND-Rumpf ist eine Liste leerer Elemente. Alles darüber ist kein
// Abfragerumpf mehr, sondern ein Angriff auf den Arbeitsspeicher.
const maxPropfindBody = 1 << 20
// Vier Eigenschaften, die go-webdav nicht kennt. Die ersten beiden sind
// herstellereigen, die letzten beiden stehen im RFC – die Bibliothek liefert
// sie trotzdem nicht.
type wantedExtras struct{ ctag, color, syncToken, reports bool }
func (w wantedExtras) any() bool { return w.ctag || w.color || w.syncToken || w.reports }
// alleExtras: Antwort auf <allprop> und auf einen leeren Rumpf.
func alleExtras() wantedExtras {
return wantedExtras{ctag: true, color: true, syncToken: true, reports: true}
}
// parsePropfind liest, welche der beiden Zusatz-Eigenschaften gefragt sind,
// und baut den Rumpf ohne sie neu auf.
//
// Der Neuaufbau ist verlustfrei, weil in einem PROPFIND ausschließlich leere
// Elemente stehen: Name und Namensraum sind alles, was eine Eigenschaft dort
// ausmacht.
func parsePropfind(body []byte) (want wantedExtras, rewritten []byte) {
// Ein leerer Rumpf bedeutet „alle Eigenschaften" (RFC 4918, 9.1).
if len(bytes.TrimSpace(body)) == 0 {
return alleExtras(), body
}
dec := xml.NewDecoder(bytes.NewReader(body))
var (
inProp bool
depth int
keep []xml.Name
)
for {
tok, err := dec.Token()
if err != nil {
break
}
switch t := tok.(type) {
case xml.StartElement:
if t.Name.Space == "DAV:" && t.Name.Local == "allprop" {
return alleExtras(), body
}
if !inProp {
if t.Name.Space == "DAV:" && t.Name.Local == "prop" {
inProp, depth = true, 0
}
continue
}
depth++
if depth > 1 {
continue // verschachtelte Inhalte gibt es in PROPFIND nicht
}
switch {
case t.Name.Space == nsCalendarServer && t.Name.Local == "getctag":
want.ctag = true
case t.Name.Space == nsApple && t.Name.Local == "calendar-color":
want.color = true
case t.Name.Space == "DAV:" && t.Name.Local == "sync-token":
want.syncToken = true
case t.Name.Space == "DAV:" && t.Name.Local == "supported-report-set":
want.reports = true
default:
keep = append(keep, t.Name)
}
case xml.EndElement:
if inProp {
if depth == 0 {
inProp = false
} else {
depth--
}
}
}
}
if !want.any() {
return want, body // nichts zu tun – Rumpf unverändert weiterreichen
}
return want, buildPropfind(keep)
}
func buildPropfind(props []xml.Name) []byte {
var b strings.Builder
b.WriteString(`<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><propfind xmlns="DAV:"><prop>`)
for _, n := range props {
if n.Space == "DAV:" {
fmt.Fprintf(&b, "<%s/>", xmlName(n.Local))
} else {
fmt.Fprintf(&b, "<%s xmlns=\"%s\"/>", xmlName(n.Local), xmlAttr(n.Space))
}
}
// Fragt ein Client *nur* nach unseren beiden Eigenschaften, bliebe hier
// ein leeres <prop> stehen – damit weist go-webdav die Anfrage ab.
// resourcetype kennt jede Ressource und stört keinen Client.
if len(props) == 0 {
b.WriteString("<resourcetype/>")
}
b.WriteString("</prop></propfind>")
return []byte(b.String())
}
// Elementnamen und Namensräume stammen aus fremdem XML und wandern hier
// zurück in XML. Alles, was dort etwas anderes bedeuten könnte, fliegt raus –
// gültige Namen und URIs enthalten davon ohnehin nichts.
func xmlName(s string) string {
return strings.Map(func(r rune) rune {
switch {
case r >= 'a' && r <= 'z', r >= 'A' && r <= 'Z', r >= '0' && r <= '9',
r == '-', r == '_', r == '.':
return r
}
return -1
}, s)
}
func xmlAttr(s string) string {
r := strings.NewReplacer("&", "&amp;", "\"", "&quot;", "<", "&lt;", ">", "&gt;")
return r.Replace(s)
}
// appleColor bringt eine Farbe in die Schreibweise, die Apple-Clients und
// DAVx5 erwarten: #RRGGBBAA. Ohne den Alpha-Anteil zeigen manche Clients
// die Farbe gar nicht an.
func appleColor(hex string) string {
h := normalizeHex(hex)
if h == "" {
return ""
}
return strings.ToUpper(h) + "FF"
}
// Die Berichte, die dieser Server beantwortet. Ohne diese Liste probiert ein
// Client sync-collection gar nicht erst aus – DAVx5 sieht hier nach, bevor es
// entscheidet, ob es die volle Terminliste holt oder nur die Änderungen.
const supportedReports = `<supported-report-set xmlns="DAV:">` +
`<supported-report><report><sync-collection/></report></supported-report>` +
`<supported-report><report><C:calendar-query xmlns:C="` + nsCalDAV + `"/></report></supported-report>` +
`<supported-report><report><C:calendar-multiget xmlns:C="` + nsCalDAV + `"/></report></supported-report>` +
`</supported-report-set>`
func extrasPropstat(cal *Calendar, want wantedExtras) string {
var b strings.Builder
if want.ctag {
fmt.Fprintf(&b, `<getctag xmlns="%s">%d</getctag>`, nsCalendarServer, cal.CTag)
}
if want.color {
if c := appleColor(cal.Color); c != "" {
fmt.Fprintf(&b, `<calendar-color xmlns="%s">%s</calendar-color>`, nsApple, c)
}
}
if want.syncToken {
// Derselbe Zähler wie im ctag – eine Zahl, zwei Namen, weil die
// Clients historisch nach beidem fragen.
fmt.Fprintf(&b, `<sync-token xmlns="DAV:">%s</sync-token>`, syncToken(cal.CTag))
}
if want.reports {
b.WriteString(supportedReports)
}
if b.Len() == 0 {
return ""
}
// Mehrere propstat je Antwort sind der Normalfall in WebDAV – so trennt
// go-webdav ohnehin schon gefundene von nicht gefundenen Eigenschaften.
return `<propstat xmlns="DAV:"><prop>` + b.String() +
`</prop><status>HTTP/1.1 200 OK</status></propstat>`
}
// injectExtras hängt jeder Antwort, die einen Kalender beschreibt, unsere
// Eigenschaften an. Antworten für das Home-Set oder für einzelne Termine
// bleiben unangetastet.
func (h *Handler) injectExtras(ctx context.Context, user *auth.User, body []byte, want wantedExtras) []byte {
cals, err := h.store.ListCalendars(ctx, user.ID)
if err != nil {
return body // im Zweifel die Antwort der Bibliothek, unverändert
}
// Nach Pfadsegment, nicht nach UUID: Unter welcher Adresse ein Kalender
// erreichbar ist, entscheidet der Client, wenn er ihn selbst angelegt hat.
byRef := make(map[string]*Calendar, len(cals))
for i := range cals {
byRef[cals[i].Ref()] = &cals[i]
}
const closeTag = "</response>"
parts := strings.Split(string(body), closeTag)
var out strings.Builder
for i, part := range parts {
out.WriteString(part)
if i == len(parts)-1 {
break // hinter dem letzten </response> steht nur noch </multistatus>
}
if cal := calendarOfResponse(part, byRef); cal != nil {
out.WriteString(extrasPropstat(cal, want))
}
out.WriteString(closeTag)
}
return []byte(out.String())
}
// calendarOfResponse findet den Kalender, den ein <response>-Abschnitt
// beschreibt – oder nil, wenn er etwas anderes beschreibt.
func calendarOfResponse(part string, byRef map[string]*Calendar) *Calendar {
start := strings.Index(part, "<href")
if start < 0 {
return nil
}
open := strings.Index(part[start:], ">")
if open < 0 {
return nil
}
rest := part[start+open+1:]
end := strings.Index(rest, "</href>")
if end < 0 {
return nil
}
href := rest[:end]
if p, err := url.PathUnescape(href); err == nil {
href = p
}
ref, objekt, err := parseCalendarPath(href)
if err != nil || objekt != "" {
return nil // Home-Set, Principal oder ein einzelner Termin
}
return byRef[ref]
}
// recorder hält die Antwort der Bibliothek fest, bis feststeht, ob noch
// etwas hineingehört. Nötig, weil die Länge sich ändert und Content-Length
// erst danach stimmt.
type recorder struct {
header http.Header
body bytes.Buffer
status int
}
func (rec *recorder) Header() http.Header { return rec.header }
func (rec *recorder) WriteHeader(code int) {
if rec.status == 0 {
rec.status = code
}
}
func (rec *recorder) Write(p []byte) (int, error) {
if rec.status == 0 {
rec.status = http.StatusOK
}
return rec.body.Write(p)
}
// servePropfind reicht die Anfrage an go-webdav weiter und ergänzt die
// Antwort um die Eigenschaften, die die Bibliothek nicht kennt.
func (h *Handler) servePropfind(w http.ResponseWriter, r *http.Request, user *auth.User) {
body, err := io.ReadAll(io.LimitReader(r.Body, maxPropfindBody))
if err != nil {
http.Error(w, "Bad Request", http.StatusBadRequest)
return
}
want, rewritten := parsePropfind(body)
r.Body = io.NopCloser(bytes.NewReader(rewritten))
r.ContentLength = int64(len(rewritten))
if !want.any() {
h.dav.ServeHTTP(w, r)
return
}
rec := &recorder{header: http.Header{}}
h.dav.ServeHTTP(rec, r)
out := rec.body.Bytes()
if rec.status == http.StatusMultiStatus {
out = h.injectExtras(r.Context(), user, out, want)
}
for k, v := range rec.header {
w.Header()[k] = v
}
w.Header().Set("Content-Length", strconv.Itoa(len(out)))
w.WriteHeader(rec.status)
if _, err := w.Write(out); err != nil {
return
}
}