Beide Eigenschaften fragt jeder verbreitete Client ab, und beide kennt
go-webdav v0.7.0 nicht:
getctag die billige Frage "hat sich in diesem Kalender etwas
geaendert?". Ohne sie laedt ein Client bei jedem
Abgleich die Liste aller Termine herunter, um sie zu
vergleichen -- richtig, aber teuer an Daten und Akku.
calendar-color die Farbe des Kalenders. Ohne sie zeigt das Telefon
ihn in seiner eigenen Vorgabefarbe, und die Farbgebung
dort hat mit der in der Cloud nichts mehr zu tun.
Die Bibliothek beantwortet einen festen Satz Eigenschaften und bietet
keinen Haken, eigene dazuzulegen (server.go, propFindCalendar). Deshalb
faengt der Handler PROPFIND jetzt ab: Er nimmt die beiden aus der
Anfrage heraus, bevor go-webdav sie zu sehen bekommt, und haengt sie der
Antwort als eigenen propstat-Block wieder an.
Das Herausnehmen ist der Punkt, an dem es sonst schiefgeht: Ohne das
meldet go-webdav sie als "nicht gefunden", und dieselbe Eigenschaft
stuende zweimal in derselben Antwort -- einmal mit 404, einmal mit 200.
Was ein Client daraus macht, ist Gluecksache.
Zwei Fallen dabei, beide abgedeckt: Fragt ein Client *nur* nach diesen
Eigenschaften, bliebe ein leeres <prop> uebrig, das go-webdav abweist --
dann schiebt Aether resourcetype als Platzhalter unter. Und die Farbe
geht als #RRGGBBAA hinaus, mit Alpha-Anteil, weil manche Clients sie
sonst gar nicht anzeigen.
Der Neuaufbau des Anfragerumpfs ist verlustfrei, weil in einem PROPFIND
ausschliesslich leere Elemente stehen: Name und Namensraum sind alles,
was eine Eigenschaft dort ausmacht.
Unit-Tests fuer die XML-Arbeit (propfind_test.go), CalDAV-Selbsttest von
39 auf 45 Pruefungen: beide Eigenschaften mit 200, Apple-Schreibweise,
ctag aendert sich bei Aenderungen (ein festgefrorenes ctag ist schlimmer
als gar keins), Anfrage nur nach ihnen, Farben in der Kalenderliste, und
ohne Nachfrage kommt auch nichts.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Der bisherige Selbsttest prueft die JSON-Schnittstelle, also den Weg der
Weboberflaeche. Der CalDAV-Weg -- der, den DAVx5 und Thunderbird gehen --
war nie automatisch geprueft, obwohl er ueber voellig anderen Code
laeuft. Ein gruener Lauf des einen sagt nichts ueber den anderen.
scripts/caldav-selbsttest.py geht ihn jetzt ab: Anmeldung (auch die
Regel, dass das Kontopasswort hier nicht gilt), Auffinden ueber
.well-known samt der Umleitung, der Clients mit GET folgen,
Kalenderliste, PUT/GET/DELETE, If-Match, calendar-query mit Zeitfenster,
calendar-multiget, beide Richtungen zwischen Web und CalDAV
(Ganztagsdatum mit exklusivem DTEND, Terminfarbe als CSS3-Name, RRULE,
EXDATE) und das Umhaengen aus Client-Sicht.
Dabei gefunden und behoben: Ein Pfad, der auf einen *anderen* Benutzer
zeigt, wurde mit einem leeren 207 beantwortet. Kein Datenleck -- die
Antwort ist leer, und der Backend nimmt den angemeldeten Benutzer, nicht
den aus dem Pfad. Aber der Client sieht dann einen Kalenderbestand ohne
Kalender und meldet "nichts gefunden" statt "falsche Adresse": die
stille Variante genau des Fehlers, der bei der Einrichtung schon einmal
Stunden gekostet hat. Jetzt 404. Bewusst nur ablehnen, was sicher fremd
ist; alles Unbekannte geht weiter an go-webdav.
Zwei Luecken bleiben und werden vom Skript als Hinweis gemeldet, weil
go-webdav v0.7.0 nur einen festen Satz Eigenschaften beantwortet und
keinen Haken bietet, eigene dazuzulegen: getctag fehlt (Clients listen
bei jedem Abgleich alles auf, statt billig nach Aenderungen zu fragen)
und calendar-color fehlt (der Kalender erscheint im Client in dessen
Vorgabefarbe -- Terminfarben sind nicht betroffen, die stehen im .ics).
39 Pruefungen gruen, JSON-Selbsttest weiter 36 gruen.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Manche Clients folgen dem 308-Redirect von /.well-known/caldav mit GET
statt PROPFIND (curl -L reproduziert das exakt), landen dann auf einer
Sammlung (Principal/Home-Set/Kalender) und bekamen dort bisher ein
hartes 404 von GetCalendarObject – ein Client, der so die
Erreichbarkeit prüft, bricht die Einrichtung dann vorzeitig ab, bevor
er je ein PROPFIND schickt. GET/HEAD auf Nicht-.ics-Pfade antworten
jetzt mit einer schlichten 200-Textantwort statt an den CalDAV-Backend
durchgereicht zu werden.
Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Neues, eigenständiges Modul internal/calendar: implementiert
caldav.Backend (emersion/go-webdav) gegen zwei neue Tabellen
(cal_calendars, cal_objects). Endpunkt /caldav/ mit eigener Basic Auth
(nur App-Passwörter, wie /dav), plus /.well-known/caldav für die
automatische Einrichtung nach RFC 6764.
Gegen echte Container getestet (nicht nur go build): Discovery-Kette
Principal -> Home-Set -> automatisch angelegter Standardkalender,
PUT/GET/DELETE eines Termins, REPORT mit Zeitraumfilter (Treffer und
Nicht-Treffer), If-Match/If-None-Match-Vorbedingungen (412), und dass
ein fremder Nutzer auf einen Kalender-Pfad mit 404 statt 403 abgewiesen
wird.
Zwei Fallen unterwegs gefunden und dokumentiert:
- go-webdav vergleicht von CurrentUserPrincipal/CalendarHomeSetPath
zurückgegebene Pfade direkt gegen r.URL.Path (inklusive Prefix) und
bestimmt den Ressourcentyp allein an der Segmentzahl dahinter – der
Nutzername beim Principal steht deshalb in einem Segment
(principals-max), nicht als Unterpfad.
- chi kennt REPORT/MKCALENDAR nicht von Haus aus (nur PROPFIND & Co.
waren für /dav bereits registriert) und hätte sie sonst mit 405
abgewiesen, bevor der CalDAV-Handler überhaupt lief.
Migration 000021 nur mit CREATE TABLE IF NOT EXISTS, wie in
kalender-plan.md festgelegt.
Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>