Bis hierher holte jeder Durchgang die volle Terminliste: ctag abfragen,
Aenderung sehen, alles neu laden. Eine verschobene Besprechung kostete
damit so viel wie ein Neuanfang -- bei einem Jahr Termine, alle fuenfzehn
Minuten, auf Akku und Datenvolumen des Telefons.
Kein zweiter Zaehler: Das ctag **ist** bereits eine Zahl je Kalender, die
bei jedem Schreiben um eins steigt. Jedes Objekt merkt sich in sync_seq den
Stand, bei dem es zuletzt angefasst wurde (Migration 24).
Grabsteine (cal_tombstones) halten geloeschte UIDs fest -- ohne sie bliebe
ein geloeschter Termin auf jedem Geraet stehen, das gerade nicht verbunden
war. Sie stehen 180 Tage; beim Raeumen wandert sync_floor mit, und ein
Token darunter bekommt 403 <valid-sync-token/> statt einer Antwort mit
fehlenden Loeschungen.
go-webdav kennt fuer REPORT nur calendar-query und calendar-multiget, und
weder sync-token noch supported-report-set. Beide gehen denselben Weg wie
getctag und calendar-color. Ohne supported-report-set probiert DAVx5
sync-collection gar nicht erst aus.
Zwei Fehler noch vor dem Ausliefern gefunden:
* Die Anfuehrungszeichen am ETag standen **innerhalb** der Maskierung --
xml.EscapeText machte daraus ". Gueltig, aber genug Clients
vergleichen ETags roh und saehen bei jedem Durchgang eine Aenderung.
* pruneTombstones nahm die erste Zeile eines DELETE ... RETURNING als
Maximum. Das hat keine Reihenfolge -- der sync_floor waere zu niedrig
gesetzt worden, und ein Client dazwischen haette Loeschungen verpasst.
caldav-selbsttest.py: 62 -> 86 Pruefungen.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Bisher konnte ein CalDAV-Client Termine verwalten, aber keine Kalender:
MKCALENDAR -> 405 anlegen
PROPPATCH -> 501 umbenennen, umfaerben
DELETE -> 404 loeschen
go-webdav deckt davon nur MKCOL ab, und selbst da verwarf unser Backend
die vom Client gewaehlte Adresse. Alle drei Verben faengt der Handler
jetzt vorher ab (collections.go).
Der Kern steckt aber nicht in den Verben, sondern in der Adresse: Bei
MKCALENDAR sucht *der Client* aus, wo der Kalender liegen soll
("…/calendars/max/arbeit/"). Unsere Kalender lagen bisher zwingend unter
ihrer UUID -- der Client haette angelegt und auf seine eigene Adresse
sofort ein 404 bekommen.
Deshalb Migration 23 mit einer Spalte path_segment: gesetzt = die
gewaehlte Adresse, NULL = es gilt weiterhin die UUID. Bestehende
Kalender bleiben damit unter genau der Adresse erreichbar, unter der die
eingerichteten Geraete sie kennen -- ein Wechsel haette jedes Telefon
dazu gebracht, seine Termine fuer geloescht zu halten. Aufgeloest wird
beides in einer Abfrage (GetCalendarByRef), die gewaehlte Adresse hat
Vorrang.
PROPPATCH antwortet mit einem Status je Eigenschaft, auch wenn alles
geklappt hat: Es kann teilweise gelingen, und ein nacktes 200
verschwiege, welcher Teil angekommen ist. Was wir nicht aendern koennen,
bekommt 403 statt stillem Schlucken -- ein Client, der seine Aenderung
fuer angekommen haelt, ist schlimmer dran als einer mit klarer Absage.
Ebenso eine unlesbare Farbe: absagen statt raten.
DELETE auf eine Sammlung loescht den Kalender mitsamt allen Terminen --
das ist in WebDAV seine Bedeutung.
CalDAV-Selbsttest von 45 auf 62 Pruefungen: anlegen, unter der
gewaehlten Adresse erreichbar, Farbe aus dem MKCALENDAR uebernommen,
Termin darin ablegen und abrufen, zweites Anlegen auf dieselbe Adresse
405, umbenennen und umfaerben mit Status je Eigenschaft, loeschen, danach
404 -- und dasselbe noch einmal ueber MKCOL, das Verb, das DAVx5 nimmt.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Beide Eigenschaften fragt jeder verbreitete Client ab, und beide kennt
go-webdav v0.7.0 nicht:
getctag die billige Frage "hat sich in diesem Kalender etwas
geaendert?". Ohne sie laedt ein Client bei jedem
Abgleich die Liste aller Termine herunter, um sie zu
vergleichen -- richtig, aber teuer an Daten und Akku.
calendar-color die Farbe des Kalenders. Ohne sie zeigt das Telefon
ihn in seiner eigenen Vorgabefarbe, und die Farbgebung
dort hat mit der in der Cloud nichts mehr zu tun.
Die Bibliothek beantwortet einen festen Satz Eigenschaften und bietet
keinen Haken, eigene dazuzulegen (server.go, propFindCalendar). Deshalb
faengt der Handler PROPFIND jetzt ab: Er nimmt die beiden aus der
Anfrage heraus, bevor go-webdav sie zu sehen bekommt, und haengt sie der
Antwort als eigenen propstat-Block wieder an.
Das Herausnehmen ist der Punkt, an dem es sonst schiefgeht: Ohne das
meldet go-webdav sie als "nicht gefunden", und dieselbe Eigenschaft
stuende zweimal in derselben Antwort -- einmal mit 404, einmal mit 200.
Was ein Client daraus macht, ist Gluecksache.
Zwei Fallen dabei, beide abgedeckt: Fragt ein Client *nur* nach diesen
Eigenschaften, bliebe ein leeres <prop> uebrig, das go-webdav abweist --
dann schiebt Aether resourcetype als Platzhalter unter. Und die Farbe
geht als #RRGGBBAA hinaus, mit Alpha-Anteil, weil manche Clients sie
sonst gar nicht anzeigen.
Der Neuaufbau des Anfragerumpfs ist verlustfrei, weil in einem PROPFIND
ausschliesslich leere Elemente stehen: Name und Namensraum sind alles,
was eine Eigenschaft dort ausmacht.
Unit-Tests fuer die XML-Arbeit (propfind_test.go), CalDAV-Selbsttest von
39 auf 45 Pruefungen: beide Eigenschaften mit 200, Apple-Schreibweise,
ctag aendert sich bei Aenderungen (ein festgefrorenes ctag ist schlimmer
als gar keins), Anfrage nur nach ihnen, Farben in der Kalenderliste, und
ohne Nachfrage kommt auch nichts.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Der bisherige Selbsttest prueft die JSON-Schnittstelle, also den Weg der
Weboberflaeche. Der CalDAV-Weg -- der, den DAVx5 und Thunderbird gehen --
war nie automatisch geprueft, obwohl er ueber voellig anderen Code
laeuft. Ein gruener Lauf des einen sagt nichts ueber den anderen.
scripts/caldav-selbsttest.py geht ihn jetzt ab: Anmeldung (auch die
Regel, dass das Kontopasswort hier nicht gilt), Auffinden ueber
.well-known samt der Umleitung, der Clients mit GET folgen,
Kalenderliste, PUT/GET/DELETE, If-Match, calendar-query mit Zeitfenster,
calendar-multiget, beide Richtungen zwischen Web und CalDAV
(Ganztagsdatum mit exklusivem DTEND, Terminfarbe als CSS3-Name, RRULE,
EXDATE) und das Umhaengen aus Client-Sicht.
Dabei gefunden und behoben: Ein Pfad, der auf einen *anderen* Benutzer
zeigt, wurde mit einem leeren 207 beantwortet. Kein Datenleck -- die
Antwort ist leer, und der Backend nimmt den angemeldeten Benutzer, nicht
den aus dem Pfad. Aber der Client sieht dann einen Kalenderbestand ohne
Kalender und meldet "nichts gefunden" statt "falsche Adresse": die
stille Variante genau des Fehlers, der bei der Einrichtung schon einmal
Stunden gekostet hat. Jetzt 404. Bewusst nur ablehnen, was sicher fremd
ist; alles Unbekannte geht weiter an go-webdav.
Zwei Luecken bleiben und werden vom Skript als Hinweis gemeldet, weil
go-webdav v0.7.0 nur einen festen Satz Eigenschaften beantwortet und
keinen Haken bietet, eigene dazuzulegen: getctag fehlt (Clients listen
bei jedem Abgleich alles auf, statt billig nach Aenderungen zu fragen)
und calendar-color fehlt (der Kalender erscheint im Client in dessen
Vorgabefarbe -- Terminfarben sind nicht betroffen, die stehen im .ics).
39 Pruefungen gruen, JSON-Selbsttest weiter 36 gruen.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>