fix(thumbnails): EXIF-Drehung auswerten, hochkant blieb quer

Kameras speichern die Bildpunkte fast immer quer und legen die Drehung
als EXIF-Notiz daneben. Browser befolgen sie von selbst - Go nicht.
Deshalb stand dasselbe Foto in der grossen Ansicht aufrecht und lag im
Vorschaubild auf der Seite.

Neues Paket internal/imageutil liest genau ein Feld (0x0112) aus dem
Anfang der Datei und dreht danach. Von Hand statt mit einer Bibliothek:
Der Weg dorthin ist kurz und liegt fest, und gebraucht wird ein Feld.
Gelesen werden nur die ersten 64 KB, damit ein 40-MB-Foto nicht zweimal
im Speicher liegt.

Gedreht wird vor dem Verkleinern - andersherum bekaeme ein hochkantes
Foto den Zuschnitt eines Querformats.

Bestehende Vorschaubilder aendern sich davon nicht. Dafuer neu:
POST /admin/thumbnails/rebuild samt Knopf im Admin-Bereich.

Auch Profilbilder aus OIDC laufen jetzt durch dieselbe Auswertung.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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marcandClaude Opus 5 committed 2026-08-25 14:08:10 +02:00
1 parent edefce3572
commit 4bd9a6ca56
10 files changed
+514 -2

No files matched your search

+144
View File
@@ -0,0 +1,144 @@
// Package imageutil enthält, was mehrere Bildpfade teilen: heute die
// EXIF-Drehung.
package imageutil
import (
"encoding/binary"
"image"
)
// HeadBytes ist die Menge, die zum Finden der Drehung gelesen werden muss.
// Der EXIF-Block steht unmittelbar hinter dem Dateianfang; 64 KB decken auch
// Kameras ab, die ein Vorschaubild mit hineinlegen.
const HeadBytes = 64 << 10
/*
Orientation liest die EXIF-Drehung (1–8) aus dem Anfang einer JPEG-Datei.
Alles Unklare ergibt 1, also „nicht drehen" – ein unlesbarer Block ist kein
Grund, ein Bild zu verweigern.
**Warum von Hand statt mit einer Bibliothek:** Gebraucht wird genau ein Feld.
Der Weg dorthin ist kurz und liegt fest: JPEG-Segmente durchgehen bis APP1,
dort "Exif\0\0", dahinter ein TIFF-Kopf, darin der Verzeichniseintrag mit der
Kennung 0x0112.
**Warum es überhaupt gebraucht wird:** Kameras und Telefone speichern die
Bildpunkte fast immer quer und legen die Drehung als Notiz daneben. Browser
befolgen sie von selbst – Go nicht. Ohne diese Auswertung liegt jedes hochkant
aufgenommene Foto im Vorschaubild auf der Seite, während dasselbe Foto in der
großen Ansicht aufrecht steht.
*/
func Orientation(head []byte) int {
if len(head) < 4 || head[0] != 0xFF || head[1] != 0xD8 { // SOI
return 1
}
i := 2
for i+4 <= len(head) {
if head[i] != 0xFF {
return 1 // kein Segmentanfang mehr – hier ist nichts zu holen
}
marker := head[i+1]
// Bildinhalt erreicht: ab hier kommt kein EXIF mehr.
if marker == 0xDA || marker == 0xD9 {
return 1
}
size := int(binary.BigEndian.Uint16(head[i+2 : i+4]))
if size < 2 || i+2+size > len(head) {
return 1
}
if marker == 0xE1 {
if o, ok := orientationInAPP1(head[i+4 : i+2+size]); ok {
return o
}
}
i += 2 + size
}
return 1
}
func orientationInAPP1(seg []byte) (int, bool) {
const hdr = "Exif\x00\x00"
if len(seg) < len(hdr)+8 || string(seg[:len(hdr)]) != hdr {
return 0, false
}
tiff := seg[len(hdr):]
var bo binary.ByteOrder
switch {
case tiff[0] == 'I' && tiff[1] == 'I':
bo = binary.LittleEndian
case tiff[0] == 'M' && tiff[1] == 'M':
bo = binary.BigEndian
default:
return 0, false
}
if bo.Uint16(tiff[2:4]) != 42 {
return 0, false
}
off := int(bo.Uint32(tiff[4:8]))
if off < 8 || off+2 > len(tiff) {
return 0, false
}
count := int(bo.Uint16(tiff[off : off+2]))
entry := off + 2
for n := 0; n < count; n++ {
if entry+12 > len(tiff) {
return 0, false
}
if bo.Uint16(tiff[entry:entry+2]) == 0x0112 {
// Der Wert ist ein SHORT und steht deshalb im Eintrag selbst,
// nicht anderswo in der Datei.
v := int(bo.Uint16(tiff[entry+8 : entry+10]))
if v >= 1 && v <= 8 {
return v, true
}
return 0, false
}
entry += 12
}
return 0, false
}
// Apply dreht und spiegelt ein Bild so, wie die EXIF-Notiz es vorsieht.
// Bei 1 (und allem Unbekannten) kommt das Bild unverändert zurück – dann
// entsteht auch keine Kopie.
func Apply(img image.Image, orientation int) image.Image {
if orientation <= 1 || orientation > 8 {
return img
}
b := img.Bounds()
w, h := b.Dx(), b.Dy()
// Die vier Fälle ab 5 vertauschen Breite und Höhe.
outW, outH := w, h
if orientation >= 5 {
outW, outH = h, w
}
dst := image.NewRGBA(image.Rect(0, 0, outW, outH))
// Für jeden Zielpunkt den Quellpunkt bestimmen. Andersherum (Quelle →
// Ziel) bliebe bei ungeraden Größen gelegentlich eine Lücke.
for y := 0; y < outH; y++ {
for x := 0; x < outW; x++ {
var sx, sy int
switch orientation {
case 2: // waagerecht gespiegelt
sx, sy = w-1-x, y
case 3: // 180 Grad
sx, sy = w-1-x, h-1-y
case 4: // senkrecht gespiegelt
sx, sy = x, h-1-y
case 5: // an der Hauptdiagonalen gespiegelt
sx, sy = y, x
case 6: // 90 Grad im Uhrzeigersinn
sx, sy = y, h-1-x
case 7: // an der Nebendiagonalen gespiegelt
sx, sy = w-1-y, h-1-x
case 8: // 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn
sx, sy = w-1-y, x
}
dst.Set(x, y, img.At(b.Min.X+sx, b.Min.Y+sy))
}
}
return dst
}